Das Phänomen Dschungelcamp – Keiner schaut es, aber alle diskutieren darüber! Aber warum ist das so?

7,66 Millionen am Freitag, 7,83 Millionen am Samstag – Das Dschungelcamp ist ein Erfolg, auch im Jahr 2014! Der RTL-Dschungel polarisiert, aber genau das ist eines der Geheimrezepte von #ibes!

Es gibt viele Gründe, warum das Dschungelcamp so erfolgreich ist. Der Erfolg ist deshalb so groß, weil die Macher eben diese vielen, kleinen Puzzleteile so perfekt zusammensetzen. Da wäre die tolle Kulisse, die meist großartige Kandidatenauswahl, das Team aus Daniel Hartwig & Sonja Zietlow mit den Texten von Micky Beisenherz und Jens Oliver Haas. Zudem die Eigendynamik im Camp, die Dschungelprüfungen, die Medienberichterstattung in Deutschland, aber auch die perfekt produzierte Sendung mit tollen Bildern und Musik.

Das Camp wäre nichts, ohne Überraschungen, was auch in diesem Jahr wieder zu sehen ist. Im Vorfeld haben sich alle auf Michael Wendler eingeschossen, den man am Ende der ersten Episode fast schon lieb gewonnen hatte. Er spielte gestern aber nur eine kleine Rolle, denn Larissa aus Österreich stahl allen die Show. Ob gespielt oder nicht, ist vollkommen irrelevant. Sie ist unterhaltsam, polarisiert und das kommt bei den Zuschauern an.

In diesen zwei Wochen entwickelt sich eine gewisse Eigendynamik. Nicht nur im Camp, sondern auch draußen, denn die Zuschauer bilden sich schnell eine Meinung über die Kandidaten, die dann auch Einfluss auf die Show nimmt.

Außer Larissa wussten alle, was auf sie zukommt im Dschungel. Sie werden beobachtet, es wird gelästert und zudem ist nach dem Camp alles anders. Sie sind im Camp dafür verantwortlich, ob ihre Karriere nochmal auflebt oder ob es das nun wirklich war. Außerdem gibt es etwas Geld und die größtmögliche Aufmerksamkeit, die man in Deutschland bekommen kann.

Niemand wurde gezwungen, ins Camp einzuziehen. Für viele Ex-Kandidaten war es aber eine Rettung ihrer Karriere oder die Möglichkeit, auch nach dem Camp noch etwas Geld zu verdienen.

Kommen wir aber zur Ausgangsfrage – Warum geben viele nicht zu, dass sie die mittlerweile erfolgreichste Show in Deutschland gucken?

Natürlich ist #ibes kein Format, in dem man viel lernt. Soll es aber auch gar nicht, das Dschungelcamp unterhält und das auf seine eigene, fast schon charmante Art. Es unterscheidet sich von vielen anderen Formaten, weil es trotz Ekel-Prüfungen im Grunde ganz viel Stil und Kreativität enthält. Dafür sorgen die Texte von Micky Beisenherz und Oliver Haas. Das Dschungelcamp ist aktuell, nimmt sich und den Sender nicht selbst zu ernst und blieb sich in den vielen Jahren vor allem treu.

Auch weitere Fragen haben eine gewisse Anziehungskraft auf die Zuschauer:

  • Wie gehen Menschen mit einer komplett unbekannten Situation um?
  • Wie verstehen sie sich mit ihren Mitstreitern?
  • Zeigen die „Promis“ ihr wahres Gesicht?

Für die Bewohner im Camp ist es eine große Herausforderung. Auch das respektieren die Zuschauer und steigert das Interesse.

Zudem lebt #ibes wie schon erwähnt von den Überraschungen. Niemand kann im Vorfeld sagen, wie sich die Sendung entwickelt. Gibt es Streit unter den Bewohnern? … oder haben sich doch alle lieb? Nach einigen Tagen vergessen sie die Kameras, haben sich an die neue Umgebung gewöhnt und lassen sich fallen. Gerade dann geht es erst richtig los mit der Show. Wir wollen sehen, wie die Kandidaten diese Stresssituationen meistern.

Natürlich lästern wir auch gerne über #ibes – Vor allem im Second Screen bei Twitter. Es gehört aber dazu, ist nicht mal böse gemeint. Man taucht für zwei Wochen in diese Dschungelwelt ein und ist fasziniert von diesen vielen Facetten, die der Dschungel bietet.

Viele geben nicht zu, dass sie in diese Dschungelwelt eintauchen, weil sie entsprechende Formate sonst nicht konsumieren. Ich finde das aber nicht schlimm. Es spricht eher für das Format.

Außerdem ist es doch cool, den Dschungel nicht zu mögen :) – Ob man ihn mag oder nicht, die Quote zeigt, dass ein Großteil der TV-Zuschauer das Format liebt, aus welchen Gründen auch immer. Also hat es seine Berechtigung.

Ich schaue fast überhaupt kein RTL, aber beim Dschungelcamp bin ich immer dabei. Es gibt für mich keine Sendung im deutschen Fernsehen, die so aufwendig, so gut produziert und gleichzeitig so unterhaltsam ist. Der Humor ist zwar manchmal böse, spricht aber vielen Zuschauern aus dem Herzen.

Fazit: Der Dschungel polarisiert und wenn er das tut, macht er alles richtig!

Geschrieben von Florian Hellmuth

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