Der Blog am Sonntag – 14. Oktober – Was erlauben Löw?

Bei manchen Aussagen von Joachim Löw kann man nur mit dem Kopf schütteln – Die Kritik an Marcel Schmelzer vor dem Spiel gegen Irland war absolut unangebracht und eigentlich schon peinlich!

Versetzt man sich in die Lage von Marcel Schmelzer, dann kann man ohne zu viel hineinzuinterpretieren nachfühlen, wie es ihm nach den Aussagen von Joachim Löw ging. Da fährt ein Spieler zur Nationalmannschaft um ein EM-Qualifikationsspiel zu spielen und muss sich dann anhören, dass man nur eine Notlösung ist, da es keine Alternativen gibt.

Natürlich darf ein Trainer Kritik üben, er muss es sogar. Darf er es aber…

  1. Öffentlich tun
  2. Vor einem wichtigen Spiel

… genau diese Fragen muss man sich einfach stellen. Ich finde es sehr schwach von Löw diese Kritik öffentlich zu äußern und dann in einer Art, über die man wirklich nur mit dem Kopf schütteln kann. Kritik dieser Art übt man intern. Wenn es keine Alternativen auf Schmelzers Position gibt, was würde er denn ohne ihn tun? Selbst spielen? Andere Teams wären froh einen Marcel Schmelzer in der Mannschaft zu haben.

Schwächere Phasen hat man in einer Karriere, gerade dann ist es wichtig einen Spieler zu unterstützen, zu motivieren und Mut zuzusprechen. Ich sehe in der Kritik von Löw übrigens keine Motivation, wie einige Beobachter vielleicht feststellen werden.

Aussagen wie:

  • „Er hat gegen Österreich kein gutes Spiel gemacht. Viele Alternativen gibt es jetzt aber auch nicht, also müssen wir mit Marcel Schmelzer die nächsten zwei, drei, vier, fünf Monate weiterarbeiten“
  • „Wir werden mit ihm weiterarbeiten – und Alternativen schaffen“
  • „Einige Spieler müssen sich international erst noch an die Schnelligkeit, die Dynamik und den Druck gewöhnen.“

Wer macht sich die Mühe und sucht mal heraus, wie oft Löw schlecht gecoacht hat? Schlechte Spiele sind absolut menschlich und das auch im Profi-Geschäft.

Die Aussage mit dem Druck im internationalen Geschäft ist schon lustig, wenn ein z. B. Schmelzer gegen Manchester City richtig gut spielt und demnächst gegen Real Madrid aufläuft. Spiele mit der Nationalmannschaft gegen Irland, Kasachstan und die Färöer sind natürlich absolutes Top-Niveau.

Will man bei der nächsten WM etwas reißen, dann muss sich eine Mannschaft finden und wer denkt ein Team dann öffentlich in dieser Art und Weise kritisieren zu müssen, der wird alles bekommen, nur kein Team das felsenfest hinter dem Trainer steht.

Geschrieben von Florian Hellmuth

Ein Kommentar

  1. ich sag es schon die ganze Zeit,
    der Löw gehört vom Platz befreit!
    Lob der Deutschen wird noch vergehen,
    erste Kritik nun endlich geschehen.

    Noch ein Turnier, heiliger Graus,
    das hält doch kein Fan mehr aus.
    Es wird enden sehr fatal,
    mal wieder ohne WM-Pokal.

    Platz Vier, Platz Drei oder Platz Zwei,
    „überraschend“ ist der Traum vorbei,
    dann merkts auch Löw, der Trainrmongo,
    sowie Bierhoff, Lahm, die Schwulenkombo.

    Unterwegs stets auf dem falschen Gleis,
    dreht man sich seit Jahren im Kreis.
    In der Quali in der Regel gut,
    wenns drauf ankommt, fehlt der Mut.

    Die Fans wieder stark entsetzt,
    Löw hatte sich erneut verschätzt,
    aber das sei doch kein Problem,
    beim nächsten Turnier wirds scho‘ gehn…

    Das glaubt diesmal keiner mehr,
    von den Alpen bis zum Meer,
    das Gedicht ist jetzt aus,
    mit einem kräftigen „LÖW RAUS!“

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