Der Blog am Sonntag – 2. September – Kann Rafael van der Vaart den HSV wieder in die Spur führen?

„Der verlorene Sohn ist zurück“ – Gestern gegen Bremen konnte er noch nicht spielen, nach der Länderspielpause geht es nach Frankfurt, dann sicherlich mit ihrem Superstar. Kann er mit diesem Druck umgehen?

Eine ganze Stadt steht hinter ihm, gerade das baut einen immensen Druck auf einen Spieler auf. Selbst wenn Rafael van der Vaart Druck gewohnt ist, muss er damit erst einmal umgehen können. Nach der gestrigen Niederlage im Nord-Derby gegen Bremen ist die Hoffnung auf das Comeback nochmal eine Stufe höher. Es müssen Punkte her, damit der aktuelle Platz 16 so schnell wie möglich wieder verlassen wird.

Der Transfer wirkte auf mich wie eine hektische Reaktion auf die Niederlage im ersten Saisonspiel. Schnell noch ein paar Leute verpflichten und beten, dass wir die Liga halten. Mit Hilfe des Milliardärs Klaus-Michael Kühne konnte man van der Vaart für rund 13 Millionen Euro erneut verpflichten. Viel Geld, aber dieses Geld ist am Ende gut investiert, sollte der HSV die Klasse halten.

Was wäre passiert, hätte man van der Vaart nicht verpflichtet? Kampf gegen den Abstieg? Ist meiner Ansicht kein unmöglicher Gedanke, weil es keine großen Verstärkungen gab. Abgänge wie Petric, Guerrero und Jarolim müssen erst mal kompensiert werden. Die Neuzugänge werden ihre Zeit brauchen, um sich an das Spiel des HSV zu gewöhnen.

Fakt ist: Die ersten beiden Spiele gingen verloren, ein Fehlstart droht. Hat der HSV mit der Verpflichtung von van der Vaart nun den Erfolg gekauft? Genau das wird man sehen, nicht weniger erwarten in jedem Fall die Fans von ihrem Messias.

Bei seiner ersten PK am Freitag machte er klar, dass der HSV eine Mannschaft ist, die oben mitspielen möchte. Ein Europa League Platz ist in dieser Saison das große Ziel. Für ein Team, das in der vergangenen Saison Rang 15 belegt hat schon ein relativ großer Sprung.

Nun ist van der Vaart da und alle träumen von Europa – Nur leider kann das auch nach hinten losgehen, denn das Team wirkte bisher nicht unbedingt wie eine Mannschaft, die im oberen Feld mitspielen kann.

Auf der PK beschrieb es van der Vaart eigentlich richtig: „Ich bin kein Supermann, kein Ronaldo oder Messi. Ich bin ein Mannschaftsspieler.“ – Aber genau das wird in Hamburg erwartet, nur er alleine kann ohne seine Mannschaft nicht erfolgreich sein. Natürlich kann er die Mannschaft führen, aber am Ende ist er auf das Spiel der restlichen Mitspieler angewiesen.

Bei Tottenham erzielte er 24 Tore in 63 Spielen, was eine wirklich gute Quote ist. Wir brauchen uns nicht darüber unterhalten, ob er Spiele entscheiden kann – Klar kann er das, aber auch nicht jede Woche.

Für die gesamte Bundesliga ist diese Rückkehr in jedem Fall sehr positiv. Wie positiv sie für den HSV wird, müssen die kommenden Wochen zeigen. Ich halte es für wichtig von Spiel zu Spiel zu denken und nicht von Europa zu träumen. Der HSV wäre in der letzten Saison fast abgestiegen, von daher wäre ein Ergebnis im gesicherten Mittelfeld ein großer, ein wichtiger Erfolg.

Mehr ist meiner Meinung nach nicht drin, vielleicht sogar utopisch.

Geschrieben von Florian Hellmuth

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