Die Euro 2012 im Fernsehen – Nicht nur der ZDF Fernsehstrand darf kritisiert werden, sondern auch die schwachen Live-Kommentatoren von ARD/ZDF!

Die Medien haben sich bei ihrer Kritik an den EM-Berichterstattungen größtenteils auf das ZDF eingeschossen, dabei gab es auch weitere Punkte, die man zumindest ansprechen sollte – Zum Beispiel die schwachen Live-Kommentatoren von ARD/ZDF.

Eine Europameisterschaft ist für viele Fußballfans immer wieder ein großes Highlight. Mit großer Euphorie schalteten Millionen Menschen die Sender ARD und ZDF ein, um die Live-Spiele zu verfolgen. Wer nebenbei über „Twitter“ die Diskussionen über die Spiele verfolgt hat, der musste auch die große Kritik an den Live-Kommentatoren lesen.

Waren die Kommentatoren wirklich so schlecht oder einfach nicht immer auf der Höhe? Zumindest konnten viele die Atmosphäre aus den Stadien nicht in die deutschen Wohnzimmer transportieren. Viele Spiele wurden kommentiert wie ein Spiel aus der dritten Liga – Kaum Emotionen, schlechte Vorbereitung und einfach nicht EM-würdig.

Wenn ein Kommentator wie Wolf-Dieter Poschmann, der normalerweise bei jedem Spiel das er kommentiert einen richtigen Shitstorm im Netz auslöst dafür gelobt wird, dass er intensiv kommentiert, Emotionen zeigt und man ihm abnimmt gewisse Partien mit viel Freude zu kommentieren, dann sagt das vieles über die Leistungen der EM-Kommentatoren aus.

Selbst ein Tom Bartels, den viele als richtig guten Mann in Erinnerungen haben kommentierte kein gutes Turnier, er brachte viele Leute sogar zum Einschlafen, weil er zum Teil einfach nicht auf der Höhe war und seine Spiele herunterkommentierte.

Steffen Simon, auch einer der oft kritisierten kommt noch gut weg bei dieser EM, Oliver Schmidt war zum Teil einfach zu monoton und langweilig. Thomas Wark bekam über Twitter so richtig haue. Man dachte bei einigen, dass sie im Keller sitzen und irgendwas kommentieren müssen, damit sie ihre Rechnungen zahlen können.

Eine positive Erscheinung und mein Top-Kommentator bei dieser EM war übrigens Gerd Gottlob, der bei all seinen Spielen gute Leistungen zeigte. Man merkte ihm an, dass er Spaß hat diese Euro zu kommentieren.

Das Finale am Sonntag kommentiert nun Bela Rethy – Auch er hätte seine Sternstunde haben können, als er bei einer Regenunterbrechung die Zeit bis zum Wiederanpfiff überbrücken musste. Er tat das nicht ganz schlecht, aber mehr Fantasie und mehr Humor hätten ihm sicherlich gut getan. Bei den ÖR ist man scheinbar noch immer etwas zu „staubig“ und „sachlich“ dafür. Dabei sind es diese Situationen, die ein richtig guter Kommentator meistern muss. Es sagte an diesem Abend viel aus, dass Rethys Kollege  Martin Schneider in dieser Situation deutlich unterhaltsamer, aber auch informativer diese Zeit überbrückte. Ohne diesen wäre Rethy sicherlich nicht nur nass geworden. Spielunterbrechungen oder technische Probleme passieren, wie Rethy als spontaner Radiokommentator vor einigen Jahren selbst erleben musste, aber in diesen Szenen merkt man halt wie stark die Nerven eines Kommentators sind.

Aus Sicht der Kommentatoren-Leistungen war diese EM alles andere als ein Erfolg. Die Zuschauer wollen, dass die Kommentatoren mitfiebern, Emotionen zeigen, informieren und die Stimmung aus den Stadien aufsaugen und in die Wohnzimmer transportieren.

Der Erfolg von „www.marcel-ist-reif.de“ ist nur verständlich, denn diese „Amateurkommentatoren“  brachten bei dieser EM eines mit, was viele der ÖR-Kommentatoren nicht an den Tag legten – Die Freude eine EM kommentieren zu dürfen.

Geschrieben von Florian Hellmuth

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