Der Blog am Sonntag – 11. September – F1 Wiederholung mit Eigenwerbung? + Kritik zum neuen Sport1-Format „Doppelpack“ & Mehr

Großes Thema im Blog am Sonntag ist das neue Sport1-Fomat „Doppelpack – Fußball-Analyse Live“ – Aber auch Eigenwerbung von Sky in der Wiederholung zum ersten freien Training zum Grand Prix von Italien beschäftigt uns.

Tja, war es eine Panne oder so gewollt? Am Freitag schauten einige F1-Fans auf Sky ziemlich blöd aus der Wäsche. Während der Wiederholung des ersten freien Trainings auf Sky gab es gestern Abend Eigenwerbung. Nach knapp 20 Minuten ging man ohne Ankündigung in eine Pause. Einfach so. Zu sehen gab es da laut Internet Eigenwerbung von Sky. Natürlich muss man sich hier nun die Frage stellen, ob das gewollt war oder auch nicht. Auch eine Panne wird für möglich gehalten. Fakt ist, dass es in der Wiederholung nur diese eine Unterbrechung gab. Wenn es aber so gewollt war, dann kann ich das nicht nachvollziehen, da man in Unterföhring so langsam wissen müsse, dass das bei den sensiblen F1-Fans alles andere als gut ankommt. Mit Eigenwerbung verdient man kein Geld, zumal diese Spots im regulären Programm oft genug zu sehen sind. Eigenwerbung während einer Wiederholung ist einfach unnötig und kommt hoffentlich auch nicht wieder vor.

Am Donnerstag gab es kurz Aufregung im Netz. Alle Sendetermine für das „Sky Magazin“, sowie für „Kinopolis“ waren nicht mehr zu finden. Auch auf Sky.de und Info.Sky.de gab es darauf keine Hinweise mehr. Da mich das gewundert hat, habe ich einfach mal über @DeinSkySport angefragt. Kurze Zeit später bekam ich dann folgende Antwort.

Quelle: DeinSkySport auf Twitter

Hier hat die Redaktion vorbildlich und vor allem schnell geantwortet. Von daher gibt es von mir an dieser Stelle Lob. So muss das sein. Wenn Gerüchte auftauchen und jemand nachfragt, dann muss man auch Antworten und diese Dinge richtig stellen, bevor es größere Runden dreht. Ich habe daraufhin im Forum von Digitalfernsehen.de die Gerüchte sofort beendet. So funktioniert Social Media. Einfach und schnell. Wenn man es richtig anwendet.

Apropos Kinopolis – Ist das Format zu unkritisch? Hier mal eine Meinung aus dem Forum von Digitalfernsehen.de

„Ich finde das das Magazin viel zu unkritisch ist. Ein Magazin das nur Werbung für die Filme macht ist unnötig. Es gab schon viel bessere Kinomagazine bei Premiere. Das hier ist einfach nur dahingeklatscht. Natürlich ist es viel zu kurz. Ein gutes Kinomagazin, das sich objektiv mit dem Thema Kino befasst, sollte mindestens 30 Minuten lang sein. Aber naja. So ist es einfach nur Füllmaterial.“

Quelle: Forum.Digitalfernsehen.de

Ich kann dem User nur zustimmen. Vor allem, weil man mit dem Magazin „Cinema“ zusammenarbeitet, muss man Filme zum Teil auch kritischer bewerten und nicht nur neue Filme vorstellen. Das Problem an Kinopolis ist einfach die nicht vorhandene Zeit. Man muss sich die Frage stellen, ob ein „Magazin“ mit einer Gesamtlänge von nur 12 Minuten überhaupt ernstgenommen werden will?

Lob an dieser Stelle an Jan Henkel – Er ist für viele nicht ohne Grund der beste Moderator bei Sky. In den Vorberichten zu den 15:30-Spielen in der Bundesliga zeigte er erneut wieso. Dort gab es eine Schalte zu Jörg Schmadtke von Hannover 96. Thema war natürlich Markus Miller, der wegen mentaler Erschöpfung momentan in Behandlung ist. Henkel erklärte viele Dinge, war super vorbereitet, stellte sehr passende Fragen und kam einfach sehr menschlich und einfühlsam rüber. Das sind Dinge, die einen guten Moderator von einem exzellenten Moderator unterscheiden. Henkel war brillant und überzeugte auf höchstem Niveau.

Mit „Doppelpack – Fußball-Analyse Live“ startete Sport1 am Samstag ein neues Format, über das wir bereits am Donnerstag berichteten. Im Vorfeld war ich diesem Format sehr negativ eingestellt, da man erst einsteigt, wenn die zweite Halbzeit bereits läuft und der Nachlauf bis 17:25 Uhr extrem kurz ist. Ebenso gibt es mit den Konferenzen im Radio, sowie mit 90elf sehr gute Alternativen. Bei Sport1 gibt es nur einen Liveticker, wie zu lesen war. Dennoch wollte ich mir die Sendung, sowie die entsprechende Umsetzung nicht entgehen lassen. Da ich am Samstag wie gewohnt die Bundesliga-Konferenz auf Sky geschaut habe, konnte ich Doppelpack erst am Abend sehen. Hier meine „relive-Einschätzungen“ von Doppelpack – Fußball-Analyse Live!

Es war im Vorfeld spannend zu sehen, wie Sport1 das neue Format aufziehen wird. Per Splitscreen waren unten die jeweilige Spiele + Torschützen eingeblendet. Auf der linken Seite gab es dann ebenfalls im Splitscreen einige Statistiken, sowie die aktuellen Aufstellungen der Teams zu lesen. Matthias Killing und Experte Thomas Strunz diskutierten am Anfang über Borussia Dortmund.

Danach war das Thema Borussia Mönchengladbach, wobei man den aktuellen Spielstand nur so nebenbei angesprochen hat und danach grundsätzliche Dinge zu hören bekam, was mit dem aktuellen Livespiel leider relativ wenig zu tun hatte.

Muss man darüber reden, dass Phillip Lahm ausgewechselt wird? Ich glaube, dass das keine Info ist, die man unbedingt besprechen muss, vor allem, weil auch noch andere Spiele laufen. Für Lahm kam dann Contento ins Spiel. Dieser wurde dann ebenfalls noch beleuchtet, wobei bei mir auch das nicht gefiel. Wenn man mehrere Spiele hat, den Zuschauern diese näher bringen will, dann redet man nicht über Auswechslungen, sondern über das Spiel generell. Über Chancen, über Vorteile usw. – Aber leider gab es in diesem Format nichts anderes, außer generelle Dinge und wenig bis keine Informationen über die Spiele, die gerade laufen.

Beim nächsten angesprochenen Team ist es nicht anders. Mainz 05 wird angesprochen und auch hier gibt es nur generelle Infos. Kurz darauf gab es dann endlich mal eine aktuelle Info. Elfmeter für Bayern München, der dann auch im zweiten Anlauf verwandelt wurde.

„Der Meister noch nicht mit dem Rücken zur Wand, aber das hat man sich im Signal Iduna Park sicherlich ganz anders vorgestellt.“ Gleich gibts mehr, auch zu diesem Spiel so Matthias Killing, der danach in die Werbepause gab.

Nach der Werbung erfahren wir, dass Thomas Strunz alle deutschen Spiele der Basketball-EM gesehen hat. Ein bisschen Eigenwerbung gab es also auch am Rande.

Erst danach gab uns Matthias Killing die aktuellen Zwischenstände aus der Bundesliga durch. Der nächste angesprochene Verein ist der VfB Stuttgart, wobei man auch hier generelle Dinge anspricht. Ein Sieg gegen Hannover wäre sehr wichtig für den VfB – Überraschende Erkenntnis. Zu diesem Zeitpunkt fiel dann übrigens auch das 2:0 für Stuttgart. Wieso man dann darüber sprach, dass sich Hannover auf die Europa League freut und am Ende sogar über die Europa League Gruppe diskutiert wurde, dass musste man zu diesem Zeitpunkt nicht verstehen. Mit der Bundesliga, mit dem aktuellen Spiel hatte das jedenfalls nichts zu tun.

Ob es schlau von Matthias Killing war, dem BVB bei einer „möglichen“ Niederlage eine Krise anzudichten, möchte ich nicht bewerten. Bei einem Stand von 0:1 für Berlin zu diesem Zeitpunkt, sowie noch Zeit auf der Uhr, konnte man diese Aussage jedenfalls nicht ernst nehmen.

Wieso verlor Mainz gegen Hoffenheim? Laut den beiden Experten liegt es daran, dass wichtige Spieler fehlen. Das kann man zwar nachvollziehen, ist mir aber als Aussage von einem Experten zu wenig und zu einfach.

Nach dem 7:0 für Bayern München durch Nils Petersen besprach man seine Rolle bei den Bayern und das er es sich verdient hat, auch bei den Bayern zu spielen. Kurz darauf war die Chance des BVB gegen den FC Arsenal am Dienstag Thema. Und das, obwohl der BVB gerade im Signal Iduna Park um einen möglichen Punktgewinn gekämpft hatte.

Danach gab es einen Spot und den Hinweis darauf, dass gleich alle Endergebnisse vorliegen sollten. Im Splitscreen wurde daraufhin eine Blitztabelle einblendet.

Als alle Spiele beendet waren, gab es kurze Einschätzungen zu den Ergebnissen und danach war die Sendezeit auch schon vorbei. Nach weiteren Sendehinweisen war es das dann auch schon mit der ersten Sendung von Doppelpack – Fußball-Analyse Live!

Fazit:

Es ist ein Format, das nicht mega grottig ist, aber eben auch nicht das tut, was es eigentlich soll. Man hatte während der ganzen Sendung das Gefühl, dass es hier nicht um einen Bundesliga-Liveticker geht, auch wenn dieser immer eingeblendet wurde, sondern eher um generelle Infos über die Teams. Moderator Killing war zwar souverän, aber das Wort „Krisen“ ging mir ziemlich auf die Nerven. Killing hat mehreren Vereinen eine Krise angedichtet, was unnötig war. Thomas Strunz machte einen guten Job, auch wenn man die eigentlichen Ereignisse auf den Plätzen eher nebenbei ansprach. Mich hat das Format sehr an Bundesliga Aktuell erinnert. Auch dort kommen oft Gäste zu Wort, die ihre Meinung zu den Bundesliga-Teams äußern. Viel mehr gab es bei Doppelpack leider auch nicht zu hören. Als Nebenschauplatz der Sendung konnte man hier Ereignisse in den Stadien nennen. Als Alternative zur Radiokonferenz oder zu 90elf ist „Doppelpack – Fußball-Analyse Live!“ deutlich unterlegen. Keine Stimmung, keine Emotionen, kaum aktuelle Infos und sogar Gespräche, die zum Teil nicht mal etwas mit der Bundesliga bzw. überhaupt mit dem Spieltag zu tun haben. Für mich persönlich ist das Format ein Reinfall, da jeder schlecht gemacht Liveticker aktueller und besser ist, als diese Sendung, die ein Abklatsch von Bundesliga Aktuell ist, mehr aber auch nicht.

Glückwunsch an das Internet-Fußballradio 90elf – Der Sender bekam am Donnerstag in Hamburg den deutschen Radiopreis in der Kategorie „beste Innovation.“ 90elf hat sich in den vergangenen Jahren als Fußballradio etabliert und bietet den Fans eine kostenlose Live-Konferenz aus der Bundesliga, sowie auch alle Einzelspiele. Auch die Champions League, sowie die Europa League gibt es live bei 90elf zu hören. Am Dienstag gibts z. B. den FC Chelsea vs. Bayer Leverkusen live. Genauso wie am Mittwoch Villareal vs. Bayern München. Mehr Infos zu 90elf gibt es auch auf der Homepage unter 90elf.de – Die Ansetzungen von 90elf gibt es übrigens auch im Blog „Reportercheck“ zu lesen.

Du interessiert dich für Rugby oder willst erfahren, was Rugby überhaupt ist? Im Blog „allesaussersport.de“ gibt es einen ausführlichen Artikel zum Start der Rugby-WM in Neuseeland zu lesen. Hier wird alles super erklärt und auch Neulinge können vielleicht für diesen Sport begeistert werden. Ein Blick lohnt sich auf alle Fälle – Mehr dazu bei AAS.

Der Podcast „Sportradio360“ kümmerte sich in dieser Woche um die Bundesliga, um die Champions League, die Rugby WM, sowie über die Favoriten für den Super Bowl. Mit dabei waren diesmal: Markus Gaupp, Andreas Renner, Marco Hagemann, Manuel Wilhelm von Sport1 und Marcel Schäfer vom VFL Wolfsburg. Die aktuelle Ausgabe könnt ihr euch „hier“ anhören.

Wie „Digitalfernsehen.de“ am Samstag berichtete, hat sich ESPN die NFL-Rechte bis zum Jahre 2021 gesichert. Laut der New York Times bezahlt der Sender 1,9 Milliarden Dollar pro Jahr für die Rechte. Bis zum Jahre 2021 müsste ESPN dann rund 15,2 Milliarden Dollar für die NFL-Rechte zahlen. Das sind natürlich Summen, von der die DFL in Deutschland nur träumen kann. Da ESPN mit der NFL hohe Quoten erzielt, ist eine Verlängerung keine Überraschung und die Länge des Vertrages eine Investition in die Zukunft.

Zum Schluss noch etwas lustiges. Man kann es fast als Bild der Woche bezeichnen. Was machen eigentlich Ulli Potofski und Esther Sedlaczek einige Stunden vor der Live-Sendung von „Mein Stadion?“ Genau, sich die Zeit vertreiben. Wie sieht Ulli nun eigentlich aus? Wie Wall-E oder doch wie E.T.? Ich kann mich nicht entscheiden… Das Bild zeigt jedenfalls, dass man auch hinter den Kulissen viel Spaß hat und beide gut miteinander harmonieren.

Quelle: Esther Sedlaczek auf Facebook

Ich persönlich freue mich sehr auf das Spiel zwischen Wolfsburg vs. Schalke am heutigen Abend. Felix Magath wird dabei natürlich im Fokus stehen. Schafft er mit seinen Wolfsburgern den Sieg gegen seinen Ex-Klub?

Euch einen ruhigen Sonntag mit Bundesliga und Formel 1 :)

Geschrieben von Florian Hellmuth

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