Sky Magazin und Kinopolis – Zwei Eigenproduktionen, die irgendwie nicht richtig ankommen…

Mit dem „Sky Magazin“, sowie  „Kinopolis“ starteten zuletzt neue bzw. veränderte Formate bei Sky – Aber wie werden diese angenommen? Eine interessante Frage…

In den letzten Wochen habe ich mich relativ intensiv mit diesen beiden Formaten beschäftigt. Qualität hat sowohl das Sky Magazin, sowie auch Kinopolis, auch wenn nicht immer alles so gut umgesetzt wurde.

Nach dem Relaunch des Sky Magazins, dass jetzt für mich unverständlicherweise nur noch am Montag läuft, kann ich persönlich nicht viel finden, woran ich zu meckern habe. Der große Vorteil ist meiner Meinung nach, dass man mittlerweile auch etwas hinter die Kulissen von Sky schauen konnte. In der letzten Woche war man z. B. im Cutter-Raum. Das sind Dinge, die ich persönlich gut finde, denn der Zuschauer sieht am Ende immer nur das fertige Produkt, aber nicht wie es gemacht wird bzw. wie es hinter den Kulissen ausschaut. Das Leben im Inneren von Sky irgendwie… Positiv auch, dass man flexibel ist und nicht immer aus dem gleichen Studio sendet. Dadurch ist der Blickwinkel immer anders und man achtet nicht nur auf Joey, sondern ebenfalls auf den Hintergrund. Wo wir bei Joey Grit Winkler sind, bereits vor einigen Wochen habe ich angesprochen, dass ich ihre Rolle im Sky Magazin ausgesprochen gut finde. Sie hat mehr Potenzial, als ihr bei Sky zugesprochen wird. Man hat eine Top-Moderatorin, die natürlich, weltoffen und einfach sympathisch daherkommt und nutzt sie größtenteils für eine Sendung, die kurz nach dem Beginn bereits wieder vorbei ist.

Ähnliches gilt für „Kinopolis“ – Die erste Ausgabe war nicht schlecht, aber eben auch nicht sonderlich gut. In der gleichen Woche habe ich das Kinomagazin von ProSieben zufällig gesehen. Mit Steven Gätjen hat man dort jemanden, der sich sicherlich besser mit Filmen und dem Geschäft auskennt als eben Sarah Valentina Winkhaus, dennoch bin ich von ihr irgendwie enttäuscht. Ich fand sie beim Moderatoren-Casting echt gut, aber bei Kinopolis ist sie vergleichbar mit einer Tiefkühlpizza. Sie versucht locker zu wirken, ist es aber nicht. Es wirkt einfach zu sehr wie ein Drehbuch, aber nicht wie eine lockere Moderation, die auf Kinofilme vorbereiten soll. Eine große Änderung nach der ersten Sendung gab es nicht. Im Internet gab es nicht viele Beiträge zu Kinopolis zu finden, aber die, die es gab waren nicht sehr positiv. Angefangen bei Trailern, über eine Moderatorin, die nicht perfekt daherkommt bis zu Schwächen am Konzept. Die zweite Ausgabe von Kinopolis wurden dann schon fast gerettet von einem Gast. CINEMA Redakteur Phillip Schulze war dort zu Gast und er gefiel, eben weil er keine 0815 Kommentare zum Besten gab, sondern informativ und mit Hintergrundwissen über die vorgestellen Filme sprach. Das war Top und ist ein Faktor, der fast wichtiger ist, als alle Video-Beiträge. Film-Vorschauen zusammenschneiden und vertonen können alle Sender, der Vorteil bei Sky muss sein, dass man weitere Hintergründe erfährt, den Film besser erklärt und dem Zuschauer den Film schmackhaft macht. Positiv auch, dass man in der zweiten Sendung auch einen Flop ansprach, also einen Film, den man nicht anschauen sollte. Das gehört zu einem informativen Kinomagazin einfach dazu.

Es ist schade, dass es bisher keine Quoten zu beiden Magazinen gibt. Mich würde wirklich sehr interessieren, wie hoch oder niedrig die Quoten sind, denn manchmal habe ich den Eindruck, dass die Magazine entweder überhaupt nicht gesehen oder einfach vergessen werden. An der Qualität liegt es meiner Meinung nach nur bedingt. Das Sky Magazin ist gut, aber zu kurz und zu selten. Kinopolis ist noch Neu, muss sich entwickeln, hat aber ohne Frage Potenzial.

Schaut man im Internet, dann gibt es zu den Bundesliga-Übertragungen, zu Filmen und zu vielen weiteren Sky-Themen Beiträge, Diskussionen und mehr. Kinopolis startete vor zwei Wochen, zur ersten Sendung gab es wenige Kommentare, zur zweiten Ausgabe überhaupt keinen. Beiträge zum Sky Magazin sind so gut wie überhaupt nicht zu finden. So muss man sich wirklich die Frage stellen, ob die Formate überhaupt gesehen werden, ob der Abonnent sie vergisst oder einfach ignoriert werden. Man könnte natürlich auch behaupten, dass die Formate so gut sind, dass man nicht drüber reden bzw. diskutieren muss, aber daran glaube ich nicht. Ich denke eher, dass viele Abonnenten wissen, dass es diese Formate gibt, dieseaber einfach nicht anschauen.

Kritisieren muss man ebenfalls, dass man im Programm und vor allem im Internet so gut wie überhaupt nicht auf die Formate eingeht oder Werbung macht. Hätte ich keinen Hinweis auf Kinopolis auf dem Facebook-Profil von Sarah Winkhaus gesehen, dann hätte ich die erste Ausgabe verpasst. Ähnliches gilt für das Sky Magazin. Dieses läuft wie beschrieben nur noch einmal die Woche, sodass man es sehr schnell vergessen kann. Als man vor Monaten auf Info.Sky.de gelesen hatte, dass das Sky Magazin, sowie die Sky Lounge verschwunden waren, reagierten auch nicht viele Leute. Es wurde zwar diskutiert, aber man hatte nicht das Gefühl, dass die Formate vermisst werden bzw. sehr geschätzt wurden. Die Sky Lounge wurde abgesetzt und das Sky Magazin ist neu aufbereitet worden. Mit Kinopolis startete man dann ein neues Format, dass man aber vor der ersten Ausstrahlung kaum beworben hatte.

Einige Baustellen sind also doch noch irgendwie vorhanden. Wir sind gespannt, ob diese demnächst beseitigt werden.

Geschrieben von Florian Hellmuth

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