Formel 1: Sky-Moderator Peter Lauterbach polarisiert die Massen – Planet of Sports stellt ihn vor!

Kein anderer im Sky Formel 1 Team polarisiert die Formel 1 Fans im Forum von Digitalfernsehen so sehr, wie Formel 1 Moderator Peter Lauterbach. Doch woran liegt das?

Der Reihe nach. Peter Lauterbachs journalistische Laufbahn verlief so, wie man sie von vielen aus diesen Kreisen kennt. So fing der gebürtige Darmstädter bei einer Zeitung an, wechselte anschließend in eine Nachrichtenagentur, zum Radio und schließlich ins Fernsehen. Selbst Sky Kommentator Jacques Schulz hat seine Anfänge bekanntlich bei einem Münchner Radiosender gemacht.

Später war Lauterbach Redakteur im Bereich Formel 1 der Kirch Gruppe. Dabei konnte er bereits einige wichtige Kontakte in die Königsklasse knüpfen. Doch die drohende Insolvenz des Kirch Konzern bereitete auch Lauterbach zusehends Sorgen. Also hat er sich 2003 kurzerhand für den Schritt in die Selbständigkeit entschieden und seine Firma „byLauterbach“ gegründet. Als zweites Standbein blieb ihm weiterhin sein Job als Moderator bei Premiere, wo er seit 2000 beschäftigt ist.

Anfangs natürlich nicht als Moderator in der F1. Schließlich hatte man mit Wolfgang Rother einen Spitzenmann, der nicht nur mit seiner Moderation glänzte, sondern auch sehr viel Fachverstand und Fachwissen mitbrachte. Lauterbach moderierte derweil zum Teil kleinere Rennserien, die im Rahmenprogramm der DTM ihre Runden drehten und seinerzeit live auf Premiere zu sehen waren. 2004 wurde er dann für die Moderation der BBL (Basketball Bundesliga) eingesetzt. Zudem hatte er schon bald erste Einsätze als Interviewer in der Königsklasse. Ende 2005 wollte sich Rother zum Leidwesen seiner Fans und das sind bei weitem nicht wenige, von der Moderation der Formel 1 Rennen zurückziehen. Natürlich hinterließ Rother ein gewaltiges Loch. Aber Premiere bemühte sich und fand in Maren Braun für die Saison 2006 einen Ersatzmann oder besser gesagt eine Ersatzfrau. Maren merkte man anfangs ihre Nervosität deutlich an. Hier und da mal ein Versprecher, aber im Laufe der Zeit konnte sie durch ihre lockere, freundliche und zugleich fröhliche Art die Herzen der Zuschauer gewinnen. Doch als sie dann Nachwuchs erwartete war klar, dass sie dem Job als Moderatorin vorerst nicht mehr nachgehen konnte. Schließlich ist selbiger mit viel Stress und vielen Reisen verbunden. Also machte Premiere keinen Hehl daraus und verpflichtete Peter Lauterbach fortan als Moderator in der Königsklasse.

Damit begann schließlich der Lauf der Dinge. Peter Lauterbach hat trotz seiner jungen Jahre zwar schon allerhand Erfahrung im Medienbereich vorzuweisen, allerdings kommt diese beim Zuschauer auf dem Bildschirm nicht wirklich rüber.

Klar ist natürlich auch, dass es äußerst schwer ist, in die Fußstapfen eines Wolfgang Rothers zu treten. Aber bei Lauterbach fragt man sich einfach manchmal, ob er überhaupt weiß, was er da redet?

Der Höhepunkt sollte natürlich 2008 & 2009 folgen. Als ihm Keke Rosberg als Experte zur Seite gestellt wurde. Der eine sprach nur „Käse“ und den anderen, der zwar allerhand Formel 1 Wissen mitbrachte, verstand man aufgrund seines finnischen Akzentes kaum. 2010 war dann der hochgeschätzte Marc Surer sowie Nick Heidfeld (vor seiner Verpflichtung zu Sauber) an Lauterbachs Seite und konnten ihn hin und wieder auf die richtige Spur lenken.

Lauterbachs größte Schwäche ist meiner Meinung nach darin zu sehen, dass er einen bestimmten Sachverhalt einfach nicht auf den Punkt bringt. Stattdessen redet er lieber um den heißen Brei herum. Deshalb wird er im Forum von Digitalfernsehen auch scherzhaft „Laberbach“ genannt, schließlich trifft das auch auf seine Interviews zu. Denn auch dort schafft er es nur selten, auf den Punkt zu kommen und stellt immer wieder unnötige Fragen, die keinen, aber auch wirklich keinen interessieren.

Gewiss ist es wie gesagt nicht einfach an einen Profi wie Wolfgang Rother heranzukommen. Das verlangt aber auch keiner, denn jeder ist anders. Aber angesichts der Tatsache, dass Lauterbach diese Position bereits seit 2007 ausübt und schon vorher im Formel 1 Team von Premiere eingesetzt wurde, könnte, nein sollte man einfach mehr erwarten dürfen. Aber es sei hier auch noch lobend erwähnt, dass das bisher erreichte von Peter Lauterbach beachtlich ist. Schließlich versucht er den Spagat zwischen Moderation auf der einen Seite und die Leitung seiner eigenen Firma auf der anderen Seite so gut es geht unter einen Hut zu bringen. Das zeigt aber auch, dass er durchaus auch Führungsqualitäten hat. Diese müsste er nur auch vor die Kamera bringen. Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass auch in Peter Lauterbach noch allerhand versteckte Qualitäten stecken, die nur darauf warten, endlich zum Vorschein zu kommen.

Ob sich diesbezüglich in dieser Saison etwas ändern wird, können Sky Kunden erstmals beim Großen Preis der Türkei erleben. Dann wird Lauterbach nämlich erstmals in dieser Saison vor Ort sein. Bis zum Türkei GP übernimmt wie im vergangenen Jahr Tanja Bauer die Moderation. Außerdem dürfen die Abonnenten auf Nico Hülkenberg gespannt sein. Der junge deutsche Force India Testfahrer wird in diesem Jahr als Experte bei Sky eingesetzt.

Geschrieben von Markus Krecker

Eure Meinung interessiert uns – Wie findet ihr Peter Lauterbach? Wir freuen uns über viele, aber vor allem sachliche Kommentare.

12 Kommentare

  1. „Polarisiert die Massen“ finde ich schon übertrieben, oder nicht? ;-) Geh mal durch eine beliebige Innenstadt und frage verschiedene Menschen nach Peter Lauterbach. Du musst Glück haben, wenn du eine Person findest, die mit dem Namen etwas anfangen kann.
    Lauterbach poralisiert höchstens in Kreisen der Sky-Formel1-Zuschauer – nicht mehr und nicht weniger. ;-)

    Ich selber finde Lauterbach nicht so schlecht, aber es gibt deutlich bessere. Von allen F1-Moderatoren von DSF Plus, Premiere oder Sky ist er aber der schlechteste. Wolfgang Rother war unschlagbar auf dieser Position und einfach ein Traum. Maren Braun war auf einem ähnlichen Niveau wie Lauterbach, jedoch leicht besser. Die Nervös war ihr jedoch damals anzusehen, aber ich kann euch nur raten derzeit bei ServusTV die Nascar-Highlights oder „Road to Racing“ einzuschalten…! Die Sendungen moderiert Maren heute und sie macht es ohne jegliche Mängel absolut genial. Gefällt mir absolut genial! Heute würde sie sich bei Formel1-Live-Moderationen vermutlich deutlich besser anstellen als noch 2006.

    Gefällt mir

  2. Markus hat das ein bisschen überspitzt formuliert, aber im Internet bei den Sky-Zuschauern passt das schon irgendwie :)

    Was ich manchmal in den Diskussionen vermisse ist einfach, dass manche schreiben, dass er ein Idiot sei oder ähnliches. Man darf nicht vergessen, dass Lauterbach bei Sky seinen Job nachgeht, aber dieser hat nichts mit der privaten Person Peter Lauterbach zu tun. Wenn man sachlich dabei bleibt, dann finde ich das völlig ok, aber leider ging das in der Vergangenheit auch mal unter die Gürtellinie.

    Ich hatte vor zwei Jahren oder so mal einen kurzen Mailkontakt mit ihm und der war sehr angenehm. Als Moderator kann man ihm einiges vorwerfen, aber wer in den Medien arbeitet, der muss damit leben, dass man über ihn spricht, sich eine Meinung bildet.

    Positiv finde ich diesen Eintrag, weil man hier einiges an Hintergrundwissen erfährt und weil man sich hier offen und ehrlich austauschen kann. Jeder kann hier sagen, wie er Lauterbach findet und was er schlecht macht bzw. in welchen Dingen er sich verbessern kann.

    Gefällt mir

  3. Interessanter Artikel. Schreibt Lauterbach nicht auch noch für Printmedien eine Kolummne zur Formel 1?
    Auch wenn ich vielleicht dafür gesteinigt werde, aber ich finde Tanja Bauer nicht viel besser als Lauterbach. Irgendwie hat man bei ihr das Gefühl, sie bewegt sich seit Ewigkeiten auf dem selben, niedrigen Qualitätslevel. Bei Interviews immer wieder die gleichen Fragen, Sonntag für Sonntag in der Startaufstellung. Das Merken/Auswendiglernen von Uhrzeiten oder Mail- und Webadressen ist auch nicht ihre Stärke. Kann doch nicht sein, oder? Naja und Lauterbach ist eben Lauterbach. Meiner Meinung nach sind das die zwei schwächsten Leute im Sky-Team. Hoffentlich ist diese Saison der andere Reporter wieder mit dabei, der auch schon im vergangenen Jahr ab und an zu sehen war. Moderiert Samstag Live, wenn ich nicht irre.

    Gefällt mir

  4. Für „Welt-Online“ hat er z. B. eine Kolumne mit dem Namen „Boxenfunk“ geschrieben. Diese kann man sich hier anschauen:

    http://www.welt.de/sport/formel1/boxenfunk/

    @Alex – Du meinst sicherlich Simon Südel. Der wird wohl in Bundesliga-Pausen zum F1-Team stoßen. Samstag Live! wird wohl oberste Priorität haben. Neben Tanja Bauer wird Matthias Pethes, der bereits im letzten Jahr bei einigen Rennen vor Ort war, sowie Oliver Simon, der diesen Job in der Vergangenheit auch mal ausgeübt hat.

    Matthias Pethes war auch neben Marc Hindelang und Michael Leopold auch einer von den Sky-Redakteuren, die für die Robert-Müller-Dokumentation von der Bundesliga-Stiftung den Preis für herausragendes Engagement im sozialen Bereich gewannen. Auch an der Robert Enke Dokumentation arbeitete Matthias Pethes mit Hindelang und Leopold mit.

    Gefällt mir

  5. Um es kurz zu machen:

    Man hat jedes Rennwochenende das Gefühl das er diesen Job zum ersten mal macht. Ich finde das er seine Chancen vertan hat über all die Jahre und Sky sich endlich einen Moderator suchen soll der Ahnung von dem hat was er das sagt. Notfalls sollte sky ein Casting machen.

    Gefällt mir

  6. Ich möchte mich meinem Vorredner ansehen.

    Ich sehe keine weiterentwicklung bei Ihm. Er ist auf dem Level von 2007 stehen geblieben. Für die Rahmenrennen hat das gereicht, aber nicht für die Formel 1.
    Erschwerend kommt noch hinzu, dass er erst Samstags auch anreist und moderiert. König und Lauda sind auch erst Samstag on air, sind aber schon früher da, um Eindrücke zu sammeln und sich zu informieren.
    Teilweise kommt er sehr unprofessionell rüber mit seinem Fachwissen. Es geht hier nicht nur um die Präsentation, das reicht für diesen Job nicht aus.
    Jacques zum Beispiel war am Anfang auch nicht so toll, aber sein Fachwissen war vorhanden. Von Jahr zu Jahr wurde das besser und eben diese Verbesserung sehe ich bei Laberbach beim besten willen nicht. Es kann doch nicht so schwer sein, sich über den Winter und zwischen den Rennwochenenden weiter zu informieren und dann kann man auch die Fragen auf den Punkt stellen.

    Gefällt mir

  7. Seit Rother gab es bei Sky nichts „Gescheites“ mehr.
    Braun fand ich fast genauso schlecht wie Lauterbach.
    Tanja Bauer finde ich auch nicht gerade der Knüller.
    Ihre Fragen sind immer die gleichen. Wen interessiert bitte welchen Glücksbringer Vettel dabei hat?
    Oder ob das nasse Handtuch wirklich etwas bringt? Völliger Schwachsinn.
    Wenn man mal das ganze mit der BBC vergleicht, ist Sky Meilenweit hinterher.

    Einziger Lichtblick war Simon Südel. Ich hätte mir gewünscht dass er Lauterbach ablöst und zusätzlich noch ein neuer Interviewer gecastet wird.
    Aber was macht Sky? Verbraten Südel in Samstag Live! Eine Schande.

    Gefällt mir

  8. Also Formel 1 kann man sich besser auf RTL anschauen!!! Heiko Wasser und Christian Danner versteht man wenigstens ( auch mehr Infos zu Technischen Daten ) wenn die ins Mikro sprechen, bei Sky war es mir echt zu anstrengend zuzuhören den die nebengeräusche waren oft lauter als die Kommentatoren Stimmen.

    Gefällt mir

  9. OMG war Formel 1 schlecht auf Sky, habe auf RTL weiter geschaut und nur in den Pausen zu Sky geschaltet. Dieses gelaber von den Sky Komentatoren konnte ich mir nicht mit anhören. Das kommt bei RTL alles professioneller rüber.

    Gefällt mir

  10. Da steht ihr zwei aber so ziemlich alleine da mit eurer Meinung. Jacques Schulz und Marc Surer haben nicht umsonst so viele Fans!

    Gefällt mir

  11. Sky-Moderator Peter Lauterbach ist mit seiner selbst verliebten Art hoch gedrechselte Sätze von sich abzusondern so maßlos nervig, dass ich selbst in den Werbepausen bei RTL bleibe, wenn nicht gerade Tanja Bauer, die so viel besser geeignet wäre die Moderation zu führen, Interviews macht.
    Lauterbach versteht wenig davon mit klaren Aussagen Zusammenhänge oder Sachverhalte zu vermitteln noch das Beste aus seinen Interviewpartnern, die häufig von Lauterbach peinlich berührt sehr knapp antworten, herauszuholen,
    Dieser Mann ist nur ein peinlicher Selbstdarsteller, der sich immer wieder zu fragen scheint, „bin ich jetzt im Fersehen?“.

    Gefällt mir

Kommentare? Immer her damit!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s