Alle Interviews auf einen Blick
Hallo an alle Leser,
um die Interviews ein bisschen übersichtlicher zu gestalten, findet ihr nun alle hier auf dieser Seite.
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Sebastian Hellmann

Hallo liebe Leser,
wie angekündigt gibt es nun das Interview mit Sebastian Hellmann.
Viel Spaß^^
Hallo Herr Hellmann, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für Planet of Sports nehmen. Zu Beginn gleich die Preisfrage: Kannten Sie den Blog schon vorher?
Da ich ja die FIFA spiele mit kommentiere, schaue ich immer auf die Meinungen der Blogs. Deswegen: ja
In der vergangenen Woche startete die Champions League in eine neue Saison. Wie bewerten Sie den Start von Bayern München in der Champions League? Nach der ersten Halbzeit hatte ich persönlich bedenken, ob es zu einem Sieg reichen würde, aber in der zweiten Halbzeit haben sie dann noch einmal Gas gegeben.
Bei den Bayern kann man in der cl nur von gut oder schlecht sprechen, wenn es gegen ein großes Team geht. Madrid bekam auf einmal auch zwei Gegentore in Zürich. gegen Juve werden wir sehen, wie weit es Bayern mit der defensive schaffen kann….
Der VFB Stuttgart startete mit einem Remis in die Champions League. Wie sehen Sie die Chancen für das weiterkommen des VFB? Die Gruppe finde ich sehr interessant, weil sich die Teams stark unterscheiden.
Also, mit einem Sieg am Mittwoch hätte ich gesagt: der VFB packt es auf jeden Fall!! Jetzt müssen sie sich mit Sevilla und den Rangers um die ersten beiden Plätze streiten. sehr bitter.
Mir persönlich hat der Auftakt vom VFL Wolfsburg in die Champions League sehr gefallen. In der Bundesliga läuft es ja noch nicht so richtig. aber gegen ZSKA Moskau hat man wieder gesehen, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Man hat das Gefühl, dass der VFL in der Champions League etwas reißen will und sich Spieler wie Dzeko und Grafite für andere Vereine anbieten wollen. Wie sehen Sie den Start des VFL?
Ein guter Start und vor allem haben sie auf Schalke gleich nachgelegt.
Dzeko und Grafite müssen erst mal wieder in ihren Rhythmus kommen. obwohl 6 Tore in 7 pflichtspielen von Grafite sind ja nicht so schlecht. Auf jeden Fall reicht es für die nächste Runde, auch wenn sie im November in Moskau auf kunstrasen antreten müssen, wie Deutschland in der WM-Quali…ein Witz!!!
Wie bewerten Sie das neue Konzept der neuen UEFA Europa League? Macht es den Wettbewerb attraktiver?
Schwer zu sagen. wir beurteilen das ja alle immer stark aus deutscher Sicht. Reformen waren aber notwendig.
Wird eine Mannschaft aus der Bundesliga in diesem Jahr den Pott holen? Da ich selbst an der Weser wohne, muss ich dem SV Werder Bremen die Daumen drücken.
In der Euro Liga haben wir starke Teams. Bremen und der HSV – auch noch Rapid – können es weit schaffen. wäre auch ein schönes Endspiel…….ohne Papierkugel.
Kommen wir nun zu Ihnen. Sie sind neben Marcel Reif das Aushängeschild der Fußball-Übertragungen bei Sky. Außerdem wurden Sie in den Jahren 2003 und 2005 mit dem deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Haben Sie alle Ziele erreicht?
Nee, nee… fertig bin ich noch nicht. Erst wenn ich an einem 34. Spieltag sagen kann: Deutscher Meister ist: Arminia Bielefeld!!! Ich weiß aber nicht, ob ich es körperlich so lange durchhalte.
Sie arbeiteten bereits früh für den WDR und später für RTL. Was haben Sie dort alles gemacht, gelernt und wie wichtig war das für Ihre erfolgreiche Zukunft?
Beim WDR habe ich als Student in der Sportdokumentation angefangen. Bei der legendären Maria Weisbarth. Tom Bartels, Jürgen Bergener und viele andere übrigens auch. Da habe ich alles gelernt. Dann mit kleinen filmen und Interviews weitergemacht. Da bin ich insgesamt sehr gut ausgebildet worden.
1996 bin ich zu Marcel Reif und RTL gekommen. Formel 1 ein paar Moderationen etc. waren zum Glück auch dabei, aber so ist das glaube ich überall.
Wie kamen Sie dann zu Premiere? Wie muss man sich das vorstellen?
Als 1999 die CL Rechte zu tm3 gingen und RTL sie verlor entstand bei Premiere ein Vakuum, weil Herr Pfad viele seiner Leute von Premiere zu tm3 lotste. Da sind Marcel Reif, Tom Bartels und ich dem Ruf von Carsten Schmidt (unserem jetzigen Vorstand/damals Sportchef) gefolgt und haben uns auf die Bundesliga gestürzt.
Wollten Sie explizit Moderator werden oder doch eher hinter den Kulissen arbeiten?
Ich wollte vor allem etwas mit Fußball machen. Das kann man so explizit gar nicht planen.
Welche Eigenschaften sollte ein guter Moderator mitbringen?
Er muss vor allem immer so bleiben wir er wirklich ist. Jede Maske wird einem irgendwann entrissen. Frech sein, hart sein, fair sein.
Wie sieht es bei Ihnen mit der Vorbereitung aus? Wie lange benötigen Sie und worauf achten Sie besonders?
Für eine Samstagssendung oder eine Champions League Übertragung brauche ich immer so 2 1/2 Tage, plus Reise und live Sendung. Also langweilig wird mir nicht. Ich habe den Fimmel wirklich alles zum Thema gelesen haben zu müssen bevor ich sende. Da kommt man ein bisschen was zusammen.
Wie muss man sich Ihren Tagesablauf vor einer Übertragung vorstellen. Mein Beispiel wäre jetzt zum Beispiel Bremen vs. Bayern an einem Samstag um 18:30 Uhr.
Also Anreise mit dem Zug. 11 Uhr los in Köln – Ankunft ca. 14.00 Uhr in Bremen. Dann ins Stadion. 15.00 Uhr Besprechung mit dem Team. 16.00 Uhr proben. 16. 30 Uhr Liveschalte in die Konferenz. Kurze Pause. ab 17.45 Uhr Aufzeichnungen von Interviews etc. 18.10 live auf Sendung bis 21.00 Uhr.
Nachbesprechung und um 22.00 Uhr ist dann Schluss.
Gibt es einen Unterschied zum Ablauf unter der Woche in der Champions League? Also wenn sie z.B. in Turin sind. Meist fliegen Sie dann ja einen Tag vorher in die jeweilige Stadt.
Das ist ganz ähnlich – aber Sie haben es ja schon gesagt. Wir reisen eher an.
Ist das Reisen stressig oder eher eine gelungene Abwechslung? Haben Sie dann die Zeit sich die Stadt anzuschauen oder gibt es vor einer Übertragung keine Freizeit?
Also das Reisen ist nicht stressig – macht aber auch nicht gerade munterer und zum Sightseeing bleibt wenig Zeit. Aber jetzt in Rom oder im letzten Jahr in Moskau haben wir uns schon alles angeschaut. Mit Marcel Reif auf dem roten Platz umringt von deutschen Fans…das war lustig.
Bei Ihnen habe ich immer das Gefühl, dass Sie sehr cool moderieren. Es wirkt einfach immer alles sehr locker. Sind Sie so cool oder tun Sie nur so? Gerade bei Interviews oder den Vorberichten lesen Sie nicht viel ab, sondern legen einfach los.
Cool ist das falsche Wort. Ich muss wissen, dass ich gut vorbereitet bin, nur dann kann ich gut und „locker“ moderieren. Aber ich werte ihre Frage mal als Kompliment.
Der Zuschauer findet es manchmal auch sehr lustig, wenn ein Spieler, Manager oder Trainer ein wenig gegen die Medien schießt. Wie bleibt man da locker? Ist das Routine? Ich glaube vor einigen Wochen gab es eine Szene, wo Sie sehr gut nachgehakt haben.
Also einer muss ja immer schuld sein. Wenn es nicht die Mannschaft ist, ist es der Schiri oder wir. Aber wir versuchen ja immer zu vermitteln, lassen uns aber nie einschüchtern. Da muss man gerade bleiben. Dafür braucht man aber ein paar Sendungen, bevor das geht.
Was moderieren Sie denn am liebsten? Bundesliga, Champions League, DFB Pokal oder WM?
Kann ich so gar nicht beantworten. es gibt überall wellen.
Man liest ja immer, dass Sie Fan von Arminia Bielefeld sind. Stimmt es denn? Als Top-Moderator bei Sky kommen Sie ja leider extrem selten nach Bielefeld.
Ich bin neben der Alm aufgewachsen – da kann man nicht anders.
Was mir bei Sky sehr gefällt ist, dass die Moderatoren und Kommentatoren gut gefördert werden. Nach den Abgängen von Wolff Fuss und Hansi Küpper gab es eine Lücke die durch bestehendes Personal abgedeckt wurde. Nur Michael Born, der damals für Premiere arbeitete, ist vom NDR zurück zu Premiere bzw. Sky gewechselt. Jessica Kastrop moderiert z.B. nun auch die Erste Liga. Kommentatoren wie Andreas Renner und Marcel Meinert durften nun sogar Champions League kommentieren. Ist dies auch ein Erfolgsgeheimnis?
Wenn man nicht jeden Mal in die erste Reihe stellt, kann er ja nie zeigen, was er kann. Das machen Roman Steuer, Max. Jung und Carsten Schmidt perfekt. Bei mir war das genauso.
Schauen Sie privat auch Fußball? Wenn ja, welche Ligen verfolgen Sie?
So viel, wie nötig und ligaübergreifend
Was machen Sie, wenn Sie Freizeit haben? Welche Hobbys haben Sie?
Viel Sport. Fußball, Tennis, Beachvolleyball und mein altes Auto. Der braucht viel Liebe
Ihr Lieblingsessen?
Vieles, bin aber keiner, der gerne auf dem Teller sein essen sucht, weil es aus der Sterneküche kommt.
Das war es eigentlich auch schon. Möchten Sie unseren Lesern noch etwas mitteilen?
Ja, möchte ich. Liebe Leser, passen sie gut auf, wenn sie Florian Hellmuth um ein „kurzes“ Interview bittet. Es sind mindestens 24 fragen!!!
:-)
Ja, es ist ein wenig länger geworden ;) Dann bedanke ich mich ganz herzlich für das Interview und wünsche Ihnen Alles Gute für die Zukunft.
Fragen von Florian Hellmuth
Bildquelle: DWDL
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Florian König

Hallo Herr König, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für Planet of Sports nehmen. Der Zeitpunkt für dieses Interview könnte nicht besser sein, denn es gibt so viele Themen, die man besprechen kann. Sind Sie denn froh, dass nun erst mal Sommerpause ist?
Ja Urlaub tut gut!
Die Ereignisse haben sich in den letzten Wochen wirklich überschlagen. Beim letzten Rennen gab es den schlimmen Unfall von Felipe Massa und am Mittwoch darauf gab es gleich 2 große Schlagzeilen. Zum einen wird BMW nach diesem Jahr die Formel 1 verlassen. Wie denken Sie persönlich darüber und können Sie diesen Entschluss verstehen?
Ich kann diesen Entschluss nicht verstehen, schliesslich hatte BMW grosse Ziele in der Formel 1 und diese noch nicht verwirklicht, zum anderen gehört motorsport zu BMW und die Serien die sie jetztweiter betreiben werden sind noch nicht mal 2. Liga.
Was sagen Sie zu den anderen Teams? Mir persönlich gefällt es sehr gut, dass nicht nur Ferrari und McLaren Mercedes um den WM Titel fahren. Es bringt einfach ein wenig Abwechslung rein.
In der Tat tut diese Abwechslung der Formel 1 gut, auf Dauer werden und müssen aber wieder die „Grossen“ vorne sein.
Kann Sebastian Vettel der zweite Michael Schumacher werden?
Nein, ich messe ihn nicht an MSC, er wird aber der bestimmende deutsche Formel 1 Pilot der nächsten Jahre werden.
Wer wird Weltmeister? Vettel oder Button? Oder doch Webber?
Button
Kommen wir nun zu einem anderen Thema und somit mehr zu Ihrer Person. Sie sind seit 1994 im RTL Formel 1 Team. Macht es noch genauso viel Spaß?
Seit 1996 moderiere ich die Formel 1 und es macht mir heute sogar noch mehr Spaß. Das liegt daran, dass ich mich heute noch besser in der Materie auskenne und auch zu den Fahrern bzw. Teamverantwortlichen einen besseren Draht habe.
Wie muss man sich die Vorbereitung bei Ihnen und beim RTL Team vor einem Grand Prix Wochenende vorstellen?
Wir planen Lang- Mittel- und kurzfristig. Bei unserem CvD laufen die Fäden zusammen, einmal in der Woche kommen alle zu einer großen Konferenz zusammen.
Bei mir persönlich, ist es so, dass ich mich auf dem laufenden halte (lese alles im Netz und am Kiosk zum Thema F1) und im Gespräch bin mit der Redaktion, damit ich immer den Stand der Planung kenne.
Wie groß ist das RTL Team vor Ort und wann reisen Sie an?
Ca 40 Personen. Anreise Technik und Produktion am Montag, Redaktion Mittwoch oder Donnerstag.
Beschreiben Sie uns doch bitte einmal den Tagesablauf an einem Rennsonntag. Wann stehen Sie auf und was machen Sie dann…
Stehe gegen 8 auf, gehe dann laufen mit dem Kollegen Christian Danner, danach Frühstuck. ca. 10 Uhr sind wir an der Strecke. Die folgende Stunde nutze ich für Gespräche und Recherche. Stimme mich mit Niki Lauda ab über die Themen der Sendung. Um 11 große Ablaufbesprechung. Dann Technikcheck, verkabeln etc. Ab 12 Uhr Stand-By für evtl. Aufzeichnungen. Ab 12.45 Live-Sendung. Gegen 16.30 Sendeende. Danach gibts eine Schlussbesprechung mit erster Manöverkritik. Dann schnell zum Flughafen, hoffentlich pünktlich zum Abflug: Gegen Mitternacht bin ich dann in der Regel daheim.
Sehen Sie das Team von Sky eher als Kollegen oder als Konkurrenz an? Wie ist der Umgang miteinander? Kennen Sie einige Mitarbeiter von Sky persönlich?
Ich sehe das sehr kollegial, bin mit einigen befreundet. Als Konkurrenz empfinde ich Sky nicht.
Ich interessiere mich ja sehr für die Medien, daher vergleiche ich oft die Übertragungen von beiden Sendern, also von RTL und Sky. Wo würden Sie die Vor und Nachteile der RTL Übertragung sehen?
Ich vergleiche sie auch oft, erlaube mir aber kein öffentliches Urteil. Finde wir schneiden nicht schlecht ab. ;-)
Wo schauen Sie eigentlich die Rennen, wenn das Rennen läuft? Immer bei einem Team oder ist das verschieden?
Meistens bei MC-Laren Mercedes. Große Bildschirme und leckeres Essen.
Wie gut verstehen Sie sich mit Niki Lauda? Sind Sie auch privat mit ihm befreundet oder ist er eben „nur“ der Experte bei den Rennen?
Verstehe mich überragend mit ihm, befreundet sind wir nicht, reden aber oft über privates und wenn ich mal in Wien bin gehen wir auch mal essen.
Ich habe hier noch eine Frage von einem Leser, die mich selbst zum schmunzeln bringt. Wie würden Sie den Kleidungsstil von Kai Ebel bewerten?
Geschmackssicher und zurückhaltend.
Was machen Sie, wenn sie nicht an der Strecke sind? Ist dann Vorbereitung angesagt oder bleibt dann Zeit für einen Ausflug in die Stadt oder so.
Dafür reicht die Zeit leider fast nie, außer bei Überseerennen wie Australien oder Malaysia, wo es keinen Sinn macht zwischendurch heim zu fliegen. Ansonsten kenne ich die Strecken, die Hotels und zum Glück die guten Restaurants.
Verfolgen Sie neben der Formel 1 auch noch andere Mottorsportserien?
Ja ich interessiere mich sehr für die DTM.
Neben der Formel 1 moderieren Sie z.B. noch Boxen bei RTL. Was mögen Sie am Boxen?
Den archaischen Kampf Mann gegen Mann, und das Event als solches, das sehr gemischte Publikum, die große Inszenierung.
Wie sieht es dort mit der Vorbereitung aus?
Dort bin ich weniger Fachmann, lese mich aber jedes Mal dank der tollen Vorarbeit der Redaktion gut ein, und nutze dann das lebende Boxlexikon Tobias Drews.
Ihren Kollegen Tobias Drews habe ich vor einiger Zeit gefragt, wie es mit der Aufregung vor so einem Kampf bzw. Abend aussieht. Er sagte mir, dass es kein Unterschied ist, ob man vor 100 oder vor 1 Millionen Zuschauern kommentiert. Ist es wirklich so leicht, wie es der Herr Drews sagt, oder hat man doch im Hintergedanken, dass es doch ein paar mehr Zuschauer sind?
Im Ernst, sie werden niemanden finden der beim Moderieren oder Kommentieren an diese Masse „Mensch“ denkt. Dafür reicht das Vorstellungsvermögen eh nicht. 10 Millionen sind 125 volle Olympiastadien!!! Nein das ist sehr abstrakt und das ist gut so. Ich habe ja doch schon ein wenig Routine, deshalb bringt mich da so schnell nichts aus der Fassung – erst Recht nicht das was wir immer wollen – Viele Zuschauer.
Ist es stressig, wenn an einem Wochenende Formel 1 und Boxen stattfindet? Wie bekommt man das alles unter einen Hut?
Ja das ist stressig, aber schön stressig. Ich genieße solche Ausnahmesituationen.
Haben Sie einen Lieblingsverein beim Fußball? Wie intensiv verfolgen Sie den Fußball? Sind Sie vielleicht sogar mal im Stadion?
Ich als Stuttgarter habe ja nur die Wahl zwischen Kickers und VfB. Und mein Herz schlägt da Rot. Bin nach wie vor dicht am Fußball dran. Schaue alles was geht und mir die Familie erlaubt, ins Stadion gehe ich in Köln oder Leverkusen.
RTL wird im nächsten Jahr Live von der WM in Südafrika berichten. Werden Sie als Moderator tätig sein und werden Sie auch vor Ort sein?
JAAAAAAA. Freue mich sehr.
Was war das größte, das Sie bisher in Ihre Karriere erreicht haben?
Kann da nichts herausgreifen. Bin sehr froh, stolz und dankbar dafür, dass ich in nicht ganz unwichtiger Rolle die größten Momente von Michael Schumacher, Henry Maske, den Klitschkos, Sven Hannawald und vielen mehr, begleitet habe und das bei den Vettels etc. immer noch tue.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft? Gibt es noch Wünsche, die noch nicht in Erfüllung gegangen sind?
Fußball Bundesliga zurück bei RTL
Was haben Sie für Hobbys?
Sport, Krimis, Reisen, Essen, Wein.
Welche Musik hören Sie gerne?
Bin der klassische Radiohörer. also alles was bei SWR3 läuft.
Ihr Lieblingsessen? Auf den ganzen Reisen werden Sie bestimmt eine Menge gesehen und ausprobiert haben.
Ja aber das stammt von meiner österreichischen Oma – Marillen (Aprikosen) Knödel.
Und die letzte Frage, wie lange möchten Sie noch bei RTL die Formel 1 präsentieren?
Da habe ich mir keine Vorgabe gesetzt. ich entscheide das ja nicht alleine. Aber Stand heute – hoffentlich noch ne ganze Weile. Macht nämlich (s.o.) immer noch Mordsfreude.
Möchten Sie noch etwas an unsere Leser richten?
Begleitet uns weiter kritisch wohlwollend.
Ich bedanke mich ganz herzlich für dieses Interview und wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft.
Bildquelle: Fotopresse
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Frank Buschmann

Hallo liebe Leser,
wie angekündigt gibt es nun das Interview mit Frank Buschmann.
Die meisten werden ihn entweder von Schlag den Raab, oder vom DSF kennen. Hier sind einige Infos über Frank Buschmann.
Frank Buschmann (* 24. November 1964 in Bottrop) ist ein deutscher Fernsehmoderator und Sportkommentator.
Vor seiner Medienlaufbahn spielte Buschmann Basketball in der 2. Bundesliga bei BG Hagen (heute Phoenix Hagen). Anschließend begann seine journalistische Tätigkeit als freier Mitarbeiter in der Sportredaktion von Radio Hagen. Für den Sender berichtete er unter anderem von den Olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona.
Für den Sportkanal (zum 1. März 1993 eingestellt) kommentierte Buschmann die wöchentlichen Live-Übertragungen aus der Basketball-Bundesliga. Im August 1993 wechselte er zum DSF. Dort wurde er zunächst als Kommentator und Moderator für Basketballübertragungen eingesetzt. Später ergänzte er das Team der Fußballkommentatoren des Senders. 2007 bekam Frank Buschmann den Herbert-Award für die beste Live-Reportage im Jahr 2006, im Jahr 2009 folgte der bronzene Herbert-Award als drittbester Live-Kommentator 2008.
Ab 2002 moderierte Frank Buschmann zahlreiche Wahlkampfveranstaltungen der SPD mit Gerhard Schröder.
Von Sommer 2006 bis Sommer 2007 kommentierte Buschmann beim Pay-TV-Sender Arena, der die Bundesliga-Rechte im Sommer 2007 an Premiere sublizensierte.
Am 9. Juni 2007 war er erstmals Kommentator bei der ProSieben-Sendung „Schlag den Raab“ mit Stefan Raab und Matthias Opdenhövel. 2009 kommentierte Frank Buschmann die Show Schlag den Star. Buschmann war die Stimme des Coca-Cola-Werbespots zur Euro 2008.
Quelle: Wikipedia
Das Interview
Hallo Frank, erst mal vielen Dank, dass du dir die Zeit für Planet of Sports nimmst.
Kein Problem, dann legen wir mal los!
Das war ja ein wirklich sehr langer und vor allem spannender Kampf am Samstag bei Schlag den Raab. Am Ende gewann der Kandidat Nino im Billard gegen Stefan. Gönnt man es dem Kandidaten oder hofft man, dass es bei der nächsten Show um noch mehr Geld geht?
Dem Nino hab ich es schon gegönnt. Ist ein netter Kerl und nach dem Verlauf wäre eine Niederlage extrem bitter gewesen. Dass er dabei so viel Geld abräumt gönne ich ihm von ganzem Herzen.
Wie sehr zittert man als Kommentator mit?
Mitzittern ist der falsche Ausdruck. Ich gehe einfach mit, wenn die Show spannend ist. Das war am Samstag ja durchaus der Fall. Dem Stefan gebe ich generell gerne mal einen mit, der kann das ab und wird dadurch noch heißer….
Ist es schwer bei dieser Anspannung noch die richtigen Worte zu finden?
Darüber mache ich mir gar keine Gedanken. Das kommt alles aus dem Bauch. Auf den gespielten Witz stehe ich eh nicht so sehr, das wirkt doch immer gekünstelt. Ich versuche, der Show und dem Verlauf angemessen zu kommentieren.
Was viele Leute interessiert ist, wie bereitest du dich auf den
Job als Kommentator bei Schlag den Raab vor? Bekommst du einige Tage vorher schon die jeweiligen Spiele, um dich vorzubereiten oder erst am Sendetag?
Ich bekomme die Spiele ein paar Tage vorher. Schließlich müssen Rahmen und Regeln der Spiele in der Sendung sitzen. Aber keine Sorge, Stefan kennt kein einziges Spiel. Das würde seinem Charakter und Ehrgeiz übrigens komplett widersprechen.
Gibt es eine spezielle Vorbereitung auf die Kandidaten? Beim Fußball redet man ja in der Regel vor dem Spiel mit den beiden Trainern. In einer gut 5-stündigen Show brauch man ja ein paar Aufhänger, wenn es gerade nicht so spannend ist.
Ich kenne auch nur den Film, der zu Beginn der Sendung läuft. Mehr brauche ich aber auch nicht. Welchen Zuschauer interessiert schon, wann der Kandidat zuletzt mit links in der Nase gebohrt hat…. Ich mag diese überflüssigen Geschichten übrigens beim Sport auch nicht.
Zum Abschluss möchte ich noch von dir wissen, was für dich das Konzept „Schlag den Raab“ ausmacht. Was lieben die Zuschauer an dieser Show?
An erster Stelle ist da natürlich die Person Stefan Raab zu nennen. Nur mit ihm funktioniert so etwas. Dann natürlich die gigantischen Spielideen und ein Zählsystem, das es immer spannend macht. Das ist einfach gigantische Samstagabend Unterhaltung.
Kommen wir nun in etwas schnelleren Schritten zum Fußball bzw. so halb. Am kommenden Freitag gibt es das nächste TV Total Event mit dem Eisfußball Pokal 2009. Auch du wirst wieder mit der von der Partie sein und die Spiele kommentieren. Was dürfen wir erwarten?
56 Prominente, die sich kräftig aufs Eis legen werden, eine ausverkaufte Köln Arena und wahrscheinlich, das lustigste Sportevent des Jahres.
Kommen wir nun zu deinem eigentlichen Job. Du bist Moderator und Kommentator beim DSF. Du bist dabei für den Fußball und für den Basketball zuständig. Welche Sportart magst du denn lieber?
Ich habe selbst insgesamt 7 Jahre in der 2.Liga Basketball gespielt, da komme ich also her. Ich liebe die Athletik und Dramatik dieser Sportart. Aber auch den Fußball habe ich lieben gelernt. Kein Sport weckt in Deutschland so viele Emotionen, das mag ich natürlich…
Die Basketballfans in Deutschland lieben dich für deine Kommentare in den Übertragungen. Bei der EM 06, gerade beim Spiel Deutschland vs. Spanien bist du richtig abgegangen. Es wird oft bemängelt, dass die Kommentatoren in Deutschland nicht sehr emotional sind und gerade bei Europa oder Weltmeisterschaften mit mehr Abstand kommentieren. Es gibt halt selten das sogenannte „wir“. Wie siehst du das im Ganzen? Im Vergleich zu anderen Ländern sind die deutschen ja relativ ruhig und kühl. Also alles andere, als du bei der Basketball EM.
Da muss man unbedingt unterscheiden. Bei einem internationalen Vergleich darf ich natürlich für das Deutsche Team sein, warum denn nicht? Das darf man dann auch merken. Dabei darf man aber nie vergessen, die Leistung des Gegners zu würdigen. In der Bundesliga ist das anders. Da darf ich zwar schöne Szenen emotional kommentieren, aber nicht zu einer Mannschaft halten.
Persönlich kann ich mit Basketball nicht viel anfangen, was aber auch an meinen limitierten Fähigkeiten liegt. Nun musst du mal ein bisschen Aufklärungsarbeit leisten. Siehst du dich eher als Kommentator oder als Moderator? Bevor du bei Arena die Bundesliga kommentiert hast, habe ich dich glaube ich nie kommentieren hören. Du warst da eher als Moderator bei der 2.Liga oder bei Bundesliga Aktuell tätig. Wie bist du wieder zum kommentieren gekommen?
Ich kommentiere seit 17 Jahren durchgehend beim DSF war drei Jahre Kommentator bei Sat1 und mache im dritten Jahr die Raab Geschichten bei Pro7. Trotzdem bin ich als Moderator wohl bekannter. Das liegt aber in der Natur der Sache: Moderatoren sieht der Zuschauer und baut eher eine Bindung auf. Ich mache beides sehr gerne.
Es gibt Fragen, die muss man einfach stellen. Auch Oliver Forster und Hansi Küpper haben sich gestellt. Wie bewertest du den Wechsel zu Arena? Für mich persönlich gab es als Zuschauer einige Kritikpunkte. Größter Vorteil, oder was mir am besten gefallen hat ist, dass die Kommentatoren in der Konferenz im Stadion waren. Die Schalte in die Stadien war wirklich immer sehr interessant. Auf jeden Fall muss man anerkennen, was Arena in wenigen Monaten auf die Beine gestellt hat.
Die Konferenz aus dem Stadion war ein richtiger Schritt, das war sensationell. Aber sicherlich auch sehr teuer. Ansonsten möchte ich zu Arena nichts mehr sagen, das ist Geschichte. Ach, eins noch: Arena war beileibe nicht so schlecht, wie es viele ( leider auch Kollegen von anderen Sendern ) gemacht haben!
Wenn man auf die nächste Bundesligasaison blickt, dann könnte sich einiges ändern. Mit Liga Total wird die Telekom mit ihrem eigenen Bundesligaangebot über IPTV Live berichten. Dazu werden viele Kommentatoren, Moderatoren und Redakteure gesucht. Ich frage jetzt aber nicht, ob du nächstes Jahr bei Liga Total kommentieren wirst, sondern einfach nur, ob du ein Angebot bekommen hast.
Liga Total ist meiner Meinung nach die Zukunft des Bewegbildes in den elektronischen Medien. Die Telekom wird da richtig Gas geben. Das ist das Fernsehen von morgen. Meine Zukunft im TV werde ich hier natürlich nicht erläutern. Ich werde sicherlich bei einigen Projekten auftauchen.
Hast du ein persönliches Karrierehighlight? Oder hast du ein Ziel, dass du noch erreichen möchtest?
Highlights waren die Live Übertragungen der NBA Finals aus den USA in den 90er Jahren. Ganz dicht dran an Jordan und den Bulls, das nimmt mir keiner mehr!!! Auch die großen Turniere mit der Basketballnationalmannschaft waren super. Aber auch die vier Wochen Talk von der Euro 2004 aus Lissabon waren ein Knaller. Mit dem Ziel ist das so eine Sache…. Na ja: Ein WM Finale mit Deutscher Beteiligung würde ich schon gerne mal kommentieren. Ich glaube aber nicht unbedingt, dass ARD oder ZDF mich verpflichten…..
Kommen wir nun ein wenig spezieller zum Fußball. Was macht für dich ein gutes Fußballspiel aus?
Tempo, Tore, Spannung und Dramatik, das reicht für ein perfektes TV Fußballspiel!
Wie würdest du diese Bundesligasaison einschätzen? Ich habe viele Überraschungen, aber auch einige Enttäuschungen gesehen. Was sind deine Tops und Flops?
Es war immer spannend, das ist gut. Leider oft auf überschaubarem Niveau, das ist nicht so gut… Top waren die Wölfe mit Magath, Flop Arminia Bielefeld mit dieser komischen Trainerentscheidung.
Nun hätte ich noch gerne 2 Tipps von dir. Wer gewinnt die Champions League?
Manchester United
Wer gewinnt den DFB Pokal?
Werder Bremen
Ich denke, wir sind uns einig, dass wir eine sehr interessante Saison hinter uns haben. Das gute ist, dass es bald weiter geht. Bei euch im DSF gibt es in der Sommerpause z.B. noch den Confederations Cup. Wie ich gelesen habe, wirst du auch einige Partien kommentieren. Wird das DSF Live vor Ort sein?
Wir machen das aus München, alles andere ist finanziell nicht darstellbar.
Das war es dann auch mit meinen Fragen. Möchtest du noch etwas an unsere Leser weitergeben?
Lebt und liebt den Sport! Und denkt immer daran: Kommentatoren sind auch nur Menschen…..
Ich bedanke mich ganz herzlich für dieses Interview und wünsche dir für deine Zukunft alles Gute.
Danke auch und weiterhin viel Spaß und Erfolg
Danke, werden wir haben^^
Interview von Florian Hellmuth
Bildquelle: kuedaba.de
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Andreas Renner
Kommen wir direkt zum Interview: Ich habe die Fragen mal in 4 Kategorien unterteilt.
Persönliches
Welche Hobbys hast du?
Musik hören, Lesen, Kino
Wie bist du zu deinem Beruf gekommen?
Über ein Praktikum beim DSF.
Warst du gut in der Schule?
Ging so. An der Uni war ich besser. Da haben mich die Themen Interessiert. Ich hatte sie mir ja auch selbst ausgesucht.
Wo hast du vor dem Job bei Premiere gearbeitet?
Ich habe nach meinem Studium über ein Praktikum den Einstieg beim DSF geschafft. Und dann wurden DSF und Premiere eins und so kam der Rest zustande.
Warum bist du Journalist geworden?
Journalismus hat mich schon immer interessiert. Die Frage ist, warum bin ich Sportjournalist geworden? Wahrscheinlich, weil ich mich beim Thema Politik zu sehr aufregen würde.
Warum bist du Kommentator geworden?
Ich kann nicht sagen, das wäre immer mein Ziel gewesen. Aber beim DSF habe ich gemerkt, dass ich es kann. Und ich habe die Gelegenheit bekommen, es auszuprobieren.
Welche Fähigkeiten muss ein Kommentator haben?
Stimme, Fachwissen, den Willen, immer weiter dazuzulernen, die Bereitschaft, mit beruflicher Ungewissheit zu leben.
Dein Lieblingsverein?
Gut, wenn Du es bei meinen Kommentaren nicht gemerkt hast.
Dein Lieblingsstadion?
Badenova-Stadion, Freiburg. Dort ist der Rasen am Besten.
Was kommentierst du lieber? Rugby oder Fußball?
Die Klugscheißerantwort wäre: Football. Ich bin froh, dass ich mich nicht entscheiden muss. Aber: Rugby mache ich so selten, das ist fast nur ein Hobby.
Dein Karrierehöhepunkt?
Kommt hoffentlich noch. Obwohl: ich habe zwei Super Bowls vor Ort kommentiert. Viel größer kann es nicht mehr werden.
Premiere
Wie bereitest du dich auf die Spiele vor?
Ich schaue mir die jeweils letzten Spiele der beiden Mannschaften an. Oder in der Premier League: das aktuellste, das ich kriegen kann. Dazu lese ich die aktuelle Presse aus England und Deutschland. Und von Premiere bekommen wir Infomappen zur Vorbereitung.
Wer hilft dir dabei?
Niemand.
Welche Infos bekommst du von Premiere?
Siehe oben: die Vorbereitungsmappen mit Statistik und Zeitungsausschnitten. Grundsätzlich gilt: Beim Thema Premier League bekommt man relativ wenig Infos, bei der 2. Liga deutlich mehr. Die Vorbereitungsmappen zur 1. Bundesliga haben dann 70 bis 100 Seiten.
Sitzt beim Kommentieren immer jemand neben dir?
Nein. Obwohl: in der 1. Bundesliga gibt es Unterstützung von einem Statistikmann.
Wie muss man sich eine Konferenzschaltung aus der Sicht eines Kommentators vorstellen?
Hmm. Wir sitzen allen in verschiedenen Räumen, mit einem Cutter und einem Redakteur, die den Spielbericht in Absprache mit dem Kommentator schneiden. Der Kommentator sitzt in einer extra Tonkabine.
Die Vorbereitung ist die gleiche wie bei einem 90-Minuten-Spiel. Nur dass man von den ganzen Infos weniger verwenden kann (oder muss).
Werden die Spielberichte bei Alle Spiele Alle Tore Live kommentiert?
Fast immer, ja.
Sehen wir dich vielleicht bald als Kommentator in der ersten Liga?
Ich habe schon erste Liga kommentiert, gehöre aber nicht zum festen Kreis. Ob sich das irgendwann ändert? Das entscheiden meine Vorgesetzten.
Premier League
Warst du schon mal persönlich bei einem Premier League Spiel?
Nein. Ich habe aber schon Champions League-Spiele mit PL-Klubs in England gesehen. Weiß nicht, ob das auch zählt.
Was macht für dich die Faszination Premier League aus?
Offensichtlich ist es die Liga, in der die besten Spieler der Welt spielen. In Verbindung mit dem typischen Tempo und der Intensität sind das die wichtigsten Gründe.
Was magst du am liebsten an der Premier League?
Die Verbindung von Technik, Taktik und Tempo.
Findest du die Gehälter, sowie die Ablösesummer gerechtfertigt? Wenn du jetzt im Vergleich die Bundesliga nimmst?
Nein. Weder dort noch hier. Allerdings ist es auch unmöglich, das, was Fußballer zur Gesellschaft beitragen, in ein vernünftiges Verhältnis zu anderen Berufen zu bringen.
Bundesliga
Wer kann die Bayern in dieser Saison stoppen?
Sie selbst. Das traue ich ihnen aber durchaus zu.
Welche Mannschaften der 2. Liga traust du den Aufstieg zu?
Aachen, vielleicht Nürnberg. Ich finde es noch zu früh, etwas dazu zu sagen. Es gibt viele, die oben mitspielen können: Freiburg, Duisburg, Rostock, Mainz usw.
Was sagst du zu den Relegationsspielen am Ende der Saison?
Gut für die, die in ihrer Liga bleiben wollen.
Wie siehst du die Situation rund um die Rechtevergabe für die Saison 2009?
Ich denke, da ist momentan alles offen. Ich bin gespannt, was passiert. Und hoffe auf das Beste.
Glaubst du, dass die deutsche Bundesliga in den nächsten Jahren näher an die Top Ligen herankommt
Nein. Und das finde ich auch nicht grundsätzlich schlimm. Es ist die Konsequenz aus den Rahmenbedingungen, die bei uns herrschen. Man könnte mehr Geld erlösen, Investoren finden usw. Aber es gibt auch gute Gründe, genau das nicht zu wollen. Nur darf man hinterher nicht jammern, dass kein deutsches Team die Champions League gewinnt. Die Bayern haben letzte Saison 70 Millionen investiert, um sich zu verstärken. Sunderland hat genauso viel investiert, um in der Premier League zu bleiben. Das ist der Unterschied.
Danke Andreas, dass du dir die Zeit für uns genommen hast.
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Marco Hagemann

Hallo Marco, vorweg erstmal vielen Dank, dass du dir die Zeit für unseren Blog nimmst.
Die meisten Leute in den Internetforen fragen sich, wie du mit dem ganzen Stress fertig wirst. Du bist im Moment der Kommentator, der am meisten kommentiert, zusätzlich arbeitest du auch nebenbei für Eurosport. Wie bekommt man das alles unter einen Hut?
Ich weiß es gar nicht, ob ich derjenige bin, der am meisten kommentiert. Es gibt ja mehrere Kollegen, die noch andere Sportarten begleiten, wie die Kollegen Hindelang und Leopold zum Beispiel im Eishockey bei Premiere. Wie ich das unter einen Hut bekomme ist eigentlich ganz einfach. Mir macht das Kommentieren einfach unglaublich viel Freude. Ich kann behaupten, dass ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe. Dann ist es immer einfach, alles unter einen Hut zu bekommen. Es ist die Leidenschaft, die mich antreibt und die Freude am Spiel.
Wie muss sich ein Fußballfan die Woche von Marco Hagemann vorstellen? Was machst du unter der Woche, wenn keine Champions League oder DFB Pokal ist.
Dann langweile ich mich (lach). Wenn mal nichts ansteht, so wie diese Woche aufgrund der WM-Qualifikation, mache ich die Augen nicht einfach zu und lasse den Fußball Fußball sein. Ich informiere mich trotzdem weiter. Täglich studiere ich die nationalen und internationalen Zeitungen und schaue wie diese Woche, was in den WM-Quali-Spielen so passiert. Natürlich nehme ich mir auch Zeit für mein Privatleben, besuche zum Beispiel meine Familie diese Woche in Ostwestfalen, treibe selbst Sport, um einfach fit zu bleiben. Dann passiert es auch wieder, dass ich selbst gegen Ball haue. Aber weil mir der Job so viel Spaß macht, bleibt der Fußball auch in Pause stets präsent.
Was kommentierst du denn am liebsten? Bundesliga, Champions League oder Premier League?
Ich kann das gar nicht so pauschal sagen. Formulieren wir es mal anders. Ich habe bei jedem Fußballspiel, egal über welchen Wettbewerb wir reden, viel Freude. Ich habe bei Eurosport vor einigen Wochen sogar ein Spiel der U17-Juniorinnen kommentiert. Auch das bin ich mit vollem Enthusiasmus angegangen. Jeder Wettbewerb, jede Liga hat seinen bzw ihren eigenen Reiz.
Du bist in der Premiere Hierarchie in den letzten Jahren ziemlich hinaufgeklettert, macht es dich stolz?
Ich bin stolz auf das Erreichte im Allgemeinen. Es war immer mein Traum, ein Fußballspiel zu kommentieren. Und jedes Mal, wenn ich hinter dem Mikrofon sitze, geht der Traum aufs Neue in Erfüllung. Ich versuche immer mein Bestes zu geben. Hierarchie hin oder her – es geht mir um meine persönliche Entwicklung und ich kann mich sicher noch deutlich entwickeln.
Ein Beispiel dafür sind, z.B. die Premier League Übertragungen. Die Topspiele wurden bisher immer von Wolff Fuss kommentiert. Im letzten Jahr durftest du selbst einige der Big 4 Spiele kommentieren. Wird das in Zukunft auch der Fall sein?
Das kann ich nicht beantworten. Wolff Fuss ist für mich einer der besten Kommentatoren, die wir bei Premiere haben. Und für mich der Beste für die Premier League. Natürlich freue mich mich, wenn ich mal ein Duell der Top 4 kommentieren darf, aber ich kommentiere auch supergerne zum Beispiel Newcastle gegen Sunderland oder Stoke City gegen Bolton. Wie gesagt, es kommt bei mir nicht auf die vermeintlichen Topspiele an, denn auch die vermeintlich namenlosen Partien können Topspiele sein.
Deinen Kollegen Andreas Renner hatte ich letztes Mal gefragt, ob er sich beim Premier League kommentieren zusätzlich den englischen Kommentar anhört. Er sagte, dass es ihn eher nerven würde. Wie ist es bei dir?
Ich habe den englischen Kommentator auf dem Ohr. Mich nervt es überhaupt nicht. Auch wenn ich mich ganz gut in der Premier League bzw im englischen Fußball auskenne, gibt es immer noch manchmal interessante Geschichten des englischen Kommentators, die ich schon desöfteren aufgeschnappt habe. Also mich stört es überhaupt nicht.
Was macht für dich den englische Fußball aus? Wie viel Premier League schaust du Privat um auf dem Laufenden zu bleiben?
Der englische Fußball lebt von seiner Tradition und seiner Seele. Deswegen hoffe ich, dass die ausländischen Investoren diese beiden Elemente nicht zerstören. Es ist die Emotion in den Stadien, die Fans, die so unglaublich leidenschaftlich mitgehen, das Tempo, die Intensität (aber auch in England gibt es schlechte Spiele). Die Rivalität zwischen den jeweiligen Fangemeinschaften, wie zum Beispiel Newcastle und Sunderland. Und natürlich immer das Hoffen, dass eine Mannschaft es schafft, in die Top4 einzudringen. Bislang sieht es ja in dieser Saison so aus, als könne man eine ausgeglichenere Liga feststellen. Privat schaue ich mir so oft wie es geht die Premier League an. Manchmal klappt es nicht immer, weil ich ja selbst arbeite. Mindestens ein Spiel schaue ich mir aber pro Wochenende an. Das andere lese ich dann in den divsersen englischen Zeitungen, wie Guardian, The Times etc.
Wie bereitest du dich auf die Spiele vor? Wie viel Zeit benötigst du dafür?
Für die Bundesliga und 2. Liga bekommen wir sogenannte Info-Mappen, in denen sehr viel Statistik steht. Dabei ist die Bundesliga-Mappe deutlich ausführlicher als die der 2. Liga. Der Rest geht über Telefonate mit den jeweiligen Trainern bis hin zum Studieren der jeweiligen Presse. Leider ist es unmöglich, bei jedem Club zwei oder drei Trainingseinheiten pro Woche zu verfolgen. Deshalb rufe ich auch die lokale Presse an, um zu erfahren, was sich so ereignet hat in der laufenden Woche. Für die englischen Spiele habe ich einen sehr guten Kontakt zu einem Kollegen in London. Mit ihm telefoniere ich mindestens zweimal in der Woche. Der Rest erfolgt dann durch die Vereins-Homepages und über die sehr guten Online-Auftritte der Zeitungen. Zudem abonniere ich schon seit Jahren Four Four Two – eine wirklich lesenswerte Lektüre. Die Zeit, die ich für die Vorbereitungen verwende, ist immer verschieden. Da ich gerne recherchiere und jeder Frage, die sich auftut, hinterhergehe, gehen mindestens 4 Stunden pro Spiel drauf. Daraus können auch mehr werden….
Die deutschen Premier League Fans fragen sich, ob es in diesem Jahr zu Weihnachten die Premier League Konferenzen wieder geben wird. Kannst du uns da eine Auskunft geben, oder ist die Planung für die Weihnachtstage noch nicht so weit fortgeschritten?
Dazu kann ich leider nichts sagen. Ich hoffe es selbst, aber bislang weiß ich nichts. Sorry.
Warst du schon einmal Live bei einem Premier League Spiel?
Ja, war ich. Ich war sowohl in Ipswich vor etlichen Jahren und habe vor Jahren ein Spiel der Tottenham Hotspur besucht an der White Hard Lane – großes Kino. Soweit ich mich erinnern kann, erzielte Gus Poyet ein Traumtor. Und das ganze Stadion wackelte. Ich muss mal wieder hin auf die Insel. Aber dann eben nach Anfield oder in ein Stadion, das noch nicht eine Multifunktions-Arena ist.
Hast du ein persönliches Karrierehighlight?
Wie bereits etwas weiter oben erwähnt, ist jedes Fußball-Spiel, das ich kommentiere, ein Highlight. Es gibt natürlich Spiele, die aufregend sind, andere wiederum sehr zäh. Eine der tollsten Partien war sicher in der Vorsaison das 4:4 von Chelsea bei den Spurs mit dem Wundertor von Robbie Keane.
Wie sieht es mit einem Ziel aus? Möchtest du z.B. mal ein WM Finale kommentieren?
Ich möchte mich immer weiterentwicklen, dazu gehört die Entwicklung der Sprache, ich mag es überhaupt nicht, Floskeln wie „der Ball ist noch heiß“ oder „im Strafraum brennt es lichterloh“ zu verwenden. Deswegen lese ich sehr viel, um eben meinen Wortschatz immer zu erhöhen. Ein Ziel ist es erstmal, bei einer EM oder WM dabeizusein. Ein Finale zu kommentieren wäre natürlich der Wahnsinn. Aber ich habe ja noch Zeit…
Mit welchen Kollegen bei Premiere verstehst du dich am besten?
Ich komme mit allen Kollegen gut aus. Jeder ist sehr kollegial. Aber einen muss ich herausnehmen: Tom Bayer. Mit ihm bin ich sozusagen aufgewachsen. Er kommentierte, als ich noch in den Strampelhosen spazieren ging, im Radio beim WDR die Bundesliga-Konferenz. Jeden Samstag war das das Highlight. Er hat so viel Erfahrung, hat soviel schon erreicht, doch er ist überhaupt nicht abgehoben. Ein totaler Fußball-Fanatiker und obendrein einer der kollegialsten den ich kenne. Das ich mit ihm mal zusammenarbeiten werde, hätte ich nie gedacht. Und dann sitze ich mit ihm auch noch zusammen in der Konferenz bei Premiere. Irre!!
Gibt es dort auch andere Themen als Sport bzw. Fußball? Ihr werdet ja sicher auch andere Themen haben, oder?
Nicht viele (lach). Es dreht sich schon fast alles um den Sport, allen voran um den Fußball.
Kommentierst du auch noch andere Sportarten außer Fußball? Vor wenigen Monaten habe ich dich auch beim Tennis ( Wimbledon ) gehört.
Ja, Tennis kommentiere ich noch, wenn auch nicht sehr oft – leider. Ich habe selbst 12 Jahre im Verein gespielt. Leider sind die großen deutschen Tenniszeiten vorbei, aber trotzdem mag ich diesen Sport noch immer. Tennis ist eine schöne Abwechslung zum Fußball.
Was macht für dich ein guter Kommentator aus und wieso bist du überhaupt einer geworden?
Ich finde, ein guter Kommentator ist dann ein guter Kommentator, wenn er sich nicht wichtig nimmt. Das Fußballspiel steht im Vordergrund, nicht der Kommentator. Er sollte den Zuschauer begleiten. Dem Zuschauer fußballspezifische Dinge mit auf den Weg geben. Heisst im Klartext: Dem Zuschauer sagen, was läuft gerade bei wem auch immer verkehrt und was sollte besser gemacht werden. Oder was läuft gerade richtig gut und wie sollte sich der Gegner verhalten, um selbst besser in Fahrt zu kommen. Um das zu realisieren ist es meiner Meinung nach zum Vorteil, dass man selbst auch mal Fußball gespielt hat. Es geht um die fundierten fußballspezifischen Einordnungen. Zudem sollte der Kommentator bei passender Gelegenheit dem Zuschauer Geschichten über die Mannschaft und/oder dem ein oder anderen Spieler mitteilen. Aber das in Maßen, denn das Fußballspiel steht im Vordergrund. Er sollte Emotionen übermitteln können, Sprachwitz mitbringen. Und natürlich auch das Spiel auf den Zuschauer wirken lassen, also nicht permanent quasseln. Objektivität ist Grundvoraussetzung. Warum ich einer geworden bin?? Es war mein Traum, und den habe ich verfolgt. Beim DSF merkte man im Jahr 2000, dass ich von Fußball ein wenig Ahnung habe, mit Leidenschaft und Freude dabei bin. Da durfte ich meine ersten Gehversuche bei LaOla und Bundesliga Pur machen. 2004 erhielt ich dann einen Anruf meines ehemaligen Chefs bei Premiere, Benno Neumüller. Er hat mich für Premiere gewonnen und seitdem bin ich Kommentator. Ihm und seinem Nachfolger scheint meine Arbeit zu gefallen. Mir macht es einfach eine riesige Freude, den Zuschauern das zu präsentieren, was ich oben geschildert habe.
Bekommst du viel Post von den Fans? Bei den Fußballfans stehst du in der Beliebtheitsskala sehr weit oben.
Ich weiß gar nicht, ob ich so weit oben stehe. Post bekomme ich keine (schniefJ)
Wenn die Fans meine Qualität und meinen Stil als Kommentator gut finden, bin ich natürlich sehr glücklich darüber, denn ich kommentiere ja für die Zuschauer.
Liest du manchmal auch in diversen Foren mit?
Ich habe vor einigen Jahren mal in einem Forum meinen Namen entdeckt, das war schon irgendwie komisch. Ich tue es mittlerweile nicht mehr, denn ich bin nicht wichtig. Es geht um das Produkt. Ich möchte den Zuschauern Spaß bringen und ich denke, dass es mir mitunter gelingt.
Möchtest du noch irgendetwas an unsere Leser weitergeben?
Es hat mich gefreut, für dieses Interview eingeladen worden zu sein. Vielleicht habe ich Euch ein wenig über mich erzählen können. Ich wünsche allen weiterhin viel Freude bei Premiere und/oder Eurosport. Ich hoffe, allen mit meinen Kommentaren den Spaß am Fußball übermitteln zu können.
Wir bedanken uns nocheinmal ganz herzlich bei dir. Wir wünschen dir für deine Zukunft viel Glück und viel Spaß.
Danke, gern geschehen, das wünsche ich Euch auch.
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Marcel Meinert

Hallo Marcel, erst einmal vielen Dank, dass du dir so kurzfristig die Zeit für Planet of Sports nimmst.
Sehr gern und jederzeit!
Wenn ich so auf deine Journalistische Laufbahn schaue, dann muss ich sagen: Der Mann ist rumgekommen. Wie bist du zum Tennis gekommen? Hast du früher schon gerne Tennis gespielt?
Stimmt, ich habe schon in der Jugend Tennis gespielt – allerdings mit wirklich extrem begrenztem Erfolg! Beruflich wusste ich schon in der Schule, dass ich unbedingt in den Sportjournalismus einsteigen möchte. Mit 17 Jahren habe ich angefangen für die Zeitung über Fußball, Tennis, Handball, Hockey und einige weitere Sportarten zu schreiben. Ich war und bin also nicht unbedingt auf eine Sportart fixiert, wobei der Fußball schon immer meine größte Leidenschaft war.
Aber auch mit Tennis habe ich mich sehr intensiv beschäftigt und letztlich nach einem Praktikum beim Deutschen Tennis Bund dort ein Volontariat gemacht und als Pressereferent weiter gearbeitet – eine wirklich spannende Zeit, in der ich viele Kontakte knüpfen konnte.
Der Tennissport hat in deiner beruflichen Karriere eine große Rolle gespielt. Zuerst aber nicht als Kommentator, sondern eher in der Redaktion bzw. als Pressesprecher. Wieso hast du dich dann entschieden oder wie kam es, dass du Kommentator geworden bist?
Das ist wirklich eine ganz nette Geschichte. Erst mal war es natürlich schon ein Kindheitstraum von mir, für das Fernsehen zu kommentieren und so saß ich, wie viele kleine Jungs, zu Hause vor dem Kassettenrecorder und habe selber Spiele nachkommentiert. Später habe ich dann beim Radio gearbeitet, Veranstaltungen moderiert und dadurch immer mehr Mikrofon-Erfahrung bekommen.
Der Sprung zu PREMIERE gelang mir dann 2006. Zur Fußball-WM suchte Premiere in einer PR-Aktion Deutschlands beste Nachwuchskommentatoren und ich habe mich beworben und auf einer Bühne in Berlin eine Szene vom Confed-Cup 2005 kommentiert – das hat dann der Jury so gut gefallen, dass ich zum Finale eingeladen wurde und dort am Ende den zweiten Platz belegt habe.
Ein paar Monate später wurde ich daraufhin zu einem echten PREMIERE-Casting eingeladen und konnte mich dort zum Glück durchsetzen und durfte dann am 16. Februar 2007 mit dem Spiel Unterhaching gegen Offenbach erstmals bei PREMIERE kommentieren.
Was macht einen guten Kommentator aus und welche Dinge sollte er dem Zuschauer vermitteln?
Er muss verstehen, was dort unten auf dem Rasen passiert und warum es passiert. Außerdem muss er über die sprachlichen Mittel verfügen, um das Geschehene dem Zuschauer zu erklären und zusammenzufassen. Dazu kommen die wichtigsten Fakten und Geschichten zu dem Spiel – aber nur in der gebotenen Kürze und am Besten noch ein bisschen unterhaltsam verpackt. Schon das ist allerdings absolut Geschmackssache. Wichtig ist immer, dass es zunächst um die 23 Mann auf dem Platz geht und nicht um denjenigen, der seinen „Senf“ dazu gibt – man sich also auf keinen Fall zu wichtig nimmt.
Neben deiner Tätigkeit als Kommentator warst du zum Beispiel als Stadionsprecher bei der EM 08 in Salzburg im Einsatz. Wie kam es dazu? Außerdem ist es bestimmt eine gute Abwechslung zu deinem eigentlichen Job als Kommentator.
Absolut – das hat riesig viel Spaß gemacht. Eigentlich sollte ich für die UEFA bei der Pressearbeit in Salzburg unterstützend mitwirken. Allerdings hat dann der Stadionsprecher kurzfristig abgesagt und weil man von meiner Arbeit bei PREMIERE wusste, ist man auf mich zugekommen und hat gefragt, ob ich einspringen könnte – und schon saß ich am Mikrofon.
Seit 2007 bist du Kommentator bei Premiere. Wie bist du zum Fußball gekommen?
Wie schon gesagt, Fußball war schon von klein auf meine große Leidenschaft und mit dem Einstieg bei PREMIERE konnte ich mir meinen allergrößten Traum erfüllen :o)
Man kann von dir sagen, dass du wie Marco Hagemann oder Wolff Fuss ein Multitalent bist, da du gleich mehrere Ligen kommentierst. Zum einen die 1. und 2. Bundesliga, wie auch die Premier League oder die Primera Division. Was kommentierst du denn am liebsten?
Jedes Spiel in jeder Liga hat seinen eigenen Reiz, deswegen möchte ich mich da wirklich nicht festlegen. Aber natürlich steigt das Kribbeln mit der Bedeutung der entsprechenden Partie.
Wie lange bereitest du dich auf die jeweiligen Spiele vor?
Das kann man in Stunden schwer zusammenfassen, denn die Vorbereitung beginnt ja schon dann, wenn man die Ansetzungen erfährt. Dazu kommen die Sichtung des Materials, die Recherche in der Tagespresse sowie die Gespräche mit Trainern und Offiziellen. Dann hängt es auch davon ab, ob man eine Mannschaft schon länger nicht mehr kommentiert hat und sich erst wieder einarbeiten muss – ganz grob plane ich aber immer mindestens einen kompletten Tag für die Spielvorbereitung ein, um alle Infos zusammenzufassen.
Was macht für dich ein gutes Spiel aus?
Schwierige Frage – natürlich sind Torchancen und Tore das Salz in der Suppe (wo steht denn hier das Phrasenschwein … ;o) ) – dann kommentiert sich ein Spiel fast von alleine und so etwas wünscht sich natürlich jeder Kommentator.
In der Premiere Hierarchie stehst du so im Mittelfeld. Möchtest du noch weiter nach oben? Also Champions League kommentieren oder eben die Konferenz der 1. Liga?
Ich schaue erst mal nur auf meine eigenen Leistungen, denn das ist das Einzige, was ich selber beeinflussen kann. Ich versuche bei jedem Kommentar mich selbst zu hinterfragen und möchte mich von Spiel zu Spiel weiterentwickeln – alles andere ergibt sich dann von allein. Da interessiert einen auch keine Hierarchie. Natürlich ist es mein Ziel, irgendwann auch mal die ganz großen Spiele zu kommentieren. Schließlich kann man nur mit hohen Zielen auch etwas Außergewöhnliches erreichen.
Hast du ein persönliches Karrierehighlight?
Oh ja, da waren schon einige schöne Spiele dabei. Sehr gerne erinnere ich mich noch an das 5:1 der Tottenham Hotspur gegen Arsenal London im Carling Cup-Halbfinale 2008 – das war schon großes, fußballerisches Kino. Außerdem habe ich mich sehr gefreut, dass ich im Sommer auch das Tennisturnier von Wimbledon mit kommentieren durfte. Ansonsten ist aber jedes einzelne Spiel ein echtes Highlight, weil ich jede Woche meinem Traumjob nachgehen darf. Und die ganz großen Kracher kommen hoffentlich noch…
Du bist Kommentator, Moderator und Stadionsprecher. Wie bekommt man das alles unter einen Hut?
Ich denke, das ist alles eine Frage der Organisation. Außerdem habe ich jeden Tag Riesenspaß an meinem Beruf und gehe mit einer großen Begeisterung an jedes Spiel oder jede Veranstaltung – also eigentlich keine große Kunst!
Möchtest du noch etwas an unserer Leser weitergeben?
Erst mal vielen Dank für die Interviewanfrage, habe mich sehr darüber gefreut. Ansonsten hoffe ich, dass Ihr ein bisschen Spaß beim Lesen hattet und Ihr mich dabei etwas besser kennen lernen konntet. In diesem Sinne – weiterhin viel Spaß bei den Fußballübertragungen auf PREMIERE und bis zum nächsten Mal!
Das war es eigentlich schon. Ich bedanke mich für dieses kurzfristige Interview und wünsche dir frohe Weihnachten und viel Glück für die Zukunft.
Interview von Florian Hellmuth
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Oliver Forster
Hallo Herr Forster, erst mal vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für unseren Blog nehmen. Die meisten Zuschauer kennen Sie aus der Zeit, als Sie für Premiere gearbeitet haben. Vermissen Sie diese Zeit?
Es waren sehr interessante und auch schöne 6 Jahre. Ich bin den Machern bei Premiere
auch heute noch dankbar dafür, dass Sie mir im Jahr 2000 den Einstieg in die TV-Welt ermöglicht haben.
Vor knapp 2 Wochen habe ich bei YouTube zufällig die letzten Minuten der Aufstiegskonferenz vom Mai 2003 gefunden. Sie haben das Spiel in Frankfurt mit dem Aufstieg der Eintracht kommentiert. Welche Gefühle und Emotionen gehen einem da durch den Kopf? Kann man da als Kommentator überhaupt die Ruhe bewahren? Leidet man da mit?
Das war ein Ausnahmespiel. Ein Premiere-Highlight. In der Konferenz kommentiert von Jörg Dahlmann und von mir. Dahlmann litt mit Mainz, ich hatte die Ehre Frankfurt aufsteigen zu lassen. Es war so wie zwei Jahre davor in der Ersten Liga als Hansi Küpper und Tom Bayer diese Mega-Nummer mit dem “Meister der Herzen“-Schalke 04 und Bayern München als dem tatsächlichen Winner kommentieren durften. Das waren die großartigsten nationalen Fußball-Ereignisse der letzten 10 Jahre. Klar leidet man da mit und hat auch keine Ruhe mehr. Ganz besondere Momente.
Sie verließen Premiere zur Saison 2006/2007 in Richtung Arena, die sich die Bundesligarechte überraschend für diese Spielzeit gesichert hat. Wie kam es zu dem Wechsel und wie blicken Sie auf diese Zeit zurück?
Ich habe mir zunächst mal wochenlang Gedanken gemacht was ich tun soll. Bei Premiere bleiben? Oder doch Arena? Ich habe mit unzähligen Menschen diskutiert. Den Ausschlag gab am Ende mein ehemaliger Chef von Radio FFH, Hans-Dieter Hillmoth. Er riet mir etwas „Neues“ zu wagen. Letztendlich war es eine Milimeter-Entscheidung. Ein Risiko.Es ist nicht aufgegangen. Das Jahr bei Arena war für mich persönlich ungeheuer erfolgreich. Bayern-Dortmund, Bayern-Bremen und so weiter.Topspiele. Den VfB Stuttgart zum Meister gemacht. Alles gut. Bis zum 05.Juli 2007. Da wurde bekannt, dass Arena die Rechte weitergibt. Ich habe diesen Tag bis heute nicht vergessen. Knockout. Ich wusste was das bedeutet. Enger Markt. Abfindung mit Klauseln. All diese wunderbaren Dinge…… .
Haben Sie noch persönliche Kontakte zu einigen Ex-Kollegen?
Ja. Viele schöne Kontakte. Klar.
Einige Kommentatoren wie z.B. Hansi Küpper oder Martin Groß sind zurück zu Premiere gewechselt. Hatten auch Sie ein Angebot vorliegen?
Über diese Dinge äußere ich mich nicht.
Seit der EM 2008 arbeiten Sie bei Eurosport. Wie gefällt es Ihnen dort?
Danke an den Chef der Eurosport-Kommentatoren Ingolf Cartsburg. Es macht Spaß da.
Sie haben im Oktober und November neben Andreas Jörger, Ralf Itzel und Marco Hagemann die U17 und U20-Weltmeisterschaften der Frauen kommentiert. War das etwas Neues für Sie und wie empfinden Sie den Unterschied zwischen den Frauen und den Männern.
Neu nicht. Habe lange in Frankfurt gelebt. Da war Frauenfußball immer populär. Insgesamt waren diese Events schwierig zu kommentieren. Über Nordkoreas Frauen gibt es halt nicht so viel zu lesen wie über Bundesligastars…… .
Welche beruflichen Pläne oder Wünsche haben Sie noch für die Zukunft?
Kommentieren und Moderieren. Fußball. Möglichst populär.
Wie feiern Sie Weihnachten?
Essen und Trinken. Mit ein paar hübschen Momenten hoffentlich.
Möchten Sie noch etwas an unsere Leser weitergeben?
Danke an die, die immer mal ein paar positive Dinge in irgendwelchen Blogs los werden.
Das war es eigentlich auch schon mit meinen Fragen. Ich bedanke mich ganz herzlich für dieses Interview und wünsche Ihnen fröhliche Weihnachten.
Interview von Florian Hellmuth
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Jörg Dahlmann

Hallo Jörg, erst einmal vielen Dank, dass du dir die Zeit für Planet of Sports nimmst.
Sehr gern. Kein Problem.
Es ist für mich wirklich eine Ehre mit dir dieses Interview zu führen, da du schon so lange im Geschäft bist. Seit dem Jahr 2005 arbeitest du für das DSF. Was macht dir dort am meisten Spaß?
Bundesliga Aktuell. Das ist die tägliche Sendung um 18.30 Uhr. Wir müssen bei dieser Sendung sehr viel improvisieren. Manchmal wissen wir zehn Sekunden vorher nicht, wie es in der Sendung weitergeht. Da ist sehr viel Flexibilität gefragt. Aber auch das Kommentieren von Spielen bereitet mir nach wievor Freude oder die Moderation beim Montagabend-Spiel der Zweiten Liga im DSF.
Angefangen hat deine Karriere aber bei den Öffentlich-Rechtlichen. Wie ich gelesen habe, hast du von der ARD viele Absagen erhalten, dennoch hat es dann später mit dem ZDF geklappt. Erzähl mal ein bisschen von dieser Zeit.
Ja, ich bin zu meinem Job gekommen, da gab es noch bis nachmittags auf allen Programmen ein Testbild. ARD, ZDF, dazu die dritten Programme mit irgendwelchen Lernprogrammen. Ich wollte nicht unbedingt zum Fernsehen. Mir hat der Zeitungs-Journalismus sehr viel Freude bereitet, sowohl bei Ruhr-Nachrichten, WAZ, der Lippstädter Tageszeitung, bei der ich ein Volontariat absolviert habe, und in Gießen bei der Allgemeinen. Da habe ich einfach nur aus Spaß alle Sender angeschrieben, von allen ARD-Anstalten eine Absage erhalten. Nur das ZDF meldete sich gar nicht. Als ich in einer wagemutigen Sekunde dort in der Ausbildungs-Redaktion anrief, bölkte mich eine unwirsche Dame an: „wenn dauernd so Leute wie Sie hier anrufen würden, kämen wir zu gar nichts hier“ und legte auf. Ich dachte mir, okay, dann eben nicht. Die selbe Dame rief eine Woche später bei mir an und meinte – inzwischen sehr freundlich – ich könne nächste Woche eine Hospitanz in Wiesbaden (von dort aus sendete damals der ZDF-Sport) anfangen. Schon nach einem halben Jahr eröffnete mir Eberhard Figgemeier, ich dürfe fürs Sport-Studio das Bundesliga-Spiel Werder Bremen gegen Waldhof Mannheim kommentieren. Das war dann der persönliche Durchbruch.
Viele Zuschauer kennen dich auch noch aus deiner Zeit bei Premiere. Vermisst du diese Zeit ein bisschen?
Und wie! Ganz doll sogar. Premiere ist eine absolut Top-Sache, ein Top-Produkt und macht auch den Mitwirkenden Top-Spaß. Ich bin damals weinenden Auges weggegangen. Vor allem die Konferenzen habe ich geliebt, da ich ja ohnehin eher von der emotionalen Schiene komme und die Konferenz auf Premiere einsame Spitzenklasse, allerbeste Fußball-Unterhaltung ist. Aber der Reiz, im Wechsel mit Klaus Gronewald eine tägliche aktuelle Sendung im DSF moderieren zu dürfen, ließ mich dann doch wechseln.
Heute stehst du z.B. als Moderator von Bundesliga Aktuell vor der Kamera. Wieso hast du dich dazu entschieden, nicht mehr so viel zu kommentieren, sondern zu moderieren?
Ich kommentiere ja nach wie vor. Freundschaftsspiele, UEFA-Cup, Zusammenfassungen von Bundesliga und 2. Liga etc. Das einzige, was ich nicht mehr kommentiere, ist die 2. Liga am Montagabend. Da haben wir aber auch mit Thomas Herrmann, Frank Buschmann, Uwe Morawe und Markus Höhner ohnehin ein starkes Quartett. Ich darf dafür gemeinsam mit Klaus Gronewald und Markus Götz mir die Moderationen am Montagabend teilen.
Welche Voraussetzungen muss ein guter Moderator haben und was sollte er vermitteln?
Spontanität, Einfallsreichtum. Und natürlich: Er sollte ein Fußball-Fan sein. Das heißt nicht, dass er unkritisch sein soll. Im Gegenteil. Aber er soll im Prinzip den Sport mögen oder mehr noch – lieben. Denn nur dann wirkst Du als Moderator wirklich autentisch. Und ein Moderator sollte auch ein Journalist sein (ist ja in vielen Fällen nur ein Verkäufer): Ich erwarte von einem guten Moderator ein bisschen vom Obama-Gen: Yes, we can!
Wie muss man sich den Tag von Jörg Dahlmann an einem Sendetag vorstellen?
Da ich ja verschiedene Jobs ausübe, sind auch verschiedene Vorbereitungen notwendig. Wenn ich ein Spiel kommentiere, setze ich mich meist einen Tag vorher an den Schreibtisch und schreibe mir Stichpunkte auf. Wichtig ist, dass Du Dich als Kommentator auf alle Möglichkeiten, die ein Spiel bringen kann, vorbereitest. Als Moderator von Bundesliga Aktuell bereiten emsige Kollegen von mir die Sendung mehrere Tage vorher vor, können aber bei Aktualität alles über den Haufen werfen. Ich telefoniere mehrmals täglich mit dem zuständigen Leiter der Sendung und von 14 Uhr an (Sendebeginn viereinhalb Stunden später) bin dann auch in der Redaktion präsent, um Absprachen für Moderationen, mit Filmemachern etc. zu treffen, um aktuelle Ideen für das Format einzubringen. Aber das Wichtigste: lachen, sich freuen! Jeder Tag, den wir als Sportreporter und Moderator erleben dürfen, ist ein Geschenk des Himmels. Ich habe das unglaubliche Glück, einen Traumjob ausüben zu dürfen.
Wie bereitest du dich vor und wie lange?
Meist am Tag vorher. Aber ich könnte – da ich die Bundesliga verfolge – seit ich denken kann, auch ohne Vorbereitung in ein Spiel oder in eine Sendung hineingehen. Ich habe vom lieben Gott einen Fußball-Chip eingesetzt bekommen. Und ich habe inzwischen ein irres Netzwerk. Dank meines fortgeschrittenen Alters kenne ich viele Trainer und Manager noch aus Zeiten, als sie noch als Spieler irgendetwas durch ihren Oberlippenbart nuschelten.
Mit welchen Kollegen verstehst du dich am besten?
Oh, da gibt es viele. Von alten ZDF-Zeiten zum Beispiel Bela Rethy, Thomas Wark, Rolf Töpperwien, Michael Steinbrecher und Günter Peter Ploog. Von tm3 Michael Pfad, Markus Othmer und Hans Küpper. Von Premiere Kai Dittmann und Wolff C. Fuß. Von SAT.1-Zeiten Johannes B. Kerner, Uli Voigt, Lou Richter, Steffen Simon und Markus Höhner und meine Südwestkollegen Jestaedt, Quast, Veltman, Poulhalec. Beim DSF Thomas Herrmann, Frank Buschmann, die Buli Aktuell-Kollegen Gronewald und Götz, Kaiser und Schwesinger, aber auch Leute hinter den Kulissen wie Ivo Hrstic, Olaf Schröder, Carsten Ruppel und Stefan Thumm. Eigentlich könnte ich noch viele, viele Kollegen mehr aufzählen wie die Gaby Papenburg, den Hansch, den Wonti, auch von anderen Sendern. Die meisten sind in Ordnung.
Gibt es in der DSF Redaktion auch noch andere Themen als Fußball? Marco Hagemann von Premiere hatte mir erzählt, dass es nicht viele andere Themen in deren Redaktion gibt.
Das hängt von der Person ab, mit der man sich unterhält. Klar, ist der kleinste gemeinsame Nenner der Fußball. Aber abseits der Sendungen reden wir auch viel über andere Dinge, politische, gesellschaftspolitische Dinge. Das wäre mir zu öde, nur über Fußball zu reden, auch wenn ich ihn liebe.
Könntest du dir vorstellen nochmal den Sender zu wechseln oder hast du deine Heimat im DSF gefunden?
Ich fühle mich pudelwohl beim DSF. Wir haben eine tolle Mannschaft. Aber in der heutigen Fernseh-Landschaft weiß man nie.
Eine private Frage habe ich noch. Wie feierst du Weihnachten?
Ich wohne in Wiesbaden und traditionell treffen sich viele Bürger der Stadt am Heiligabend zu einem sehr besinnlichen Mittag in der Nähe des Kurhauses. Es ist wunderschön, herzlich, mit melancholischer Weihnachtsmusik. Anschließend geht es zu Hause eher besinnlich weiter. Mit meiner kubanischen Freundin, mit der ich seit einigen Jahren glücklich zusammenlebe. Und auch mit den Kindern (drei von mir, ein Kind von meiner Freundin) haben wir auch noch an den folgenden Tagen Spaß.
Möchtest du noch etwas an unsere Leser weitergeben?
Jaja, ich weiß, bei uns Reportern scheiden sich die Geister. Der eine mag den einen, der andere den anderen. Ich kann durchaus verstehen, wenn man den ein oder anderen nicht schätzt. Geht mir ja auch so. Aber auch da würde ich mir mehr Gelassenheit bei den Hardcore-Fans wünschen. Manchmal ist die Stimmung gegen Reporter sehr aggressiv in den Stadien. Kein Kollege schwätzt absichtlich dummes Zeug. Ich bin mir sicher, jeder versucht sein Bestes. Drum würde ich mir wünschen, wenn die Fußball-Fans den guten Willen auch so akzeptieren würden. Ihr merkt an diesen Wunsch-Zeilen: Sie wurden zur Weihnachtszeit geschrieben. Euch allen ein tolles Fest und ein wunderschönes Neues Jahr mit viel Heiterkeit und Frohsinn.
Das war es eigentlich auch schon. Ich wünsche dir, deiner Familie und der DSF Crew fröhliche Weihnachten und ein schönes neues Jahr.
Interview von Florian Hellmuth
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Tobias Drews

Hallo Herr Drews, erst mal vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für Planet of Sports nehmen.
Gerne.
Jetzt mal ganz ehrlich, wie ist es vor knapp 11 Millionen Zuschauern vor dem Fernseher einen Boxkampf zu kommentieren? Geht einem da nicht das Flattern? Oder ist es mittlerweile nur noch reine Routine?
Ehrlich gesagt, gibt es keinen Unterschied zwischen einem Kommentar für 100.000 Zuschauer oder für 1 Mio. Zuschauer oder eben für 11 Millionen. Zumindest nicht in der Nervosität, die sich bei mir nach gut 11 Jahren mittlerweile in ein „angespanntes Kribbeln“ verändert hat. Einziger Unterschied: Wenn man für RTL kommentiert, redet man nicht nur für Fachleute. Man sollte also an vielen Stellen etwas mehr erklären.
Wie kamen Sie zum Kampfsport? Haben Sie vielleicht selbst einmal im Ring gestanden?
Mit 11 Jahren las ich die Autobiographie von Max Schmeling, danach hatte mich der Boxvirus gepackt. Und bis heute auch nicht mehr losgelassen. Ich habe selbst versucht zu Boxen, auch andere Kampfsportarten ausprobiert. Aber um da ernsthaft erfolgreich zu sein, fehlte mir anscheinend einiges – leider.
Was fasziniert Sie am Boxsport? In Deutschland steht ja eher König Fußball im Mittelpunkt.
Für mich der sensationellste Sport überhaupt: Mann gegen Mann, klare Regeln. Die Schriftstellerin Joyce Carol Oates beschreibt das so: „In seinen intensivsten Momenten ist es ein so ungebrochenes und so machtvolles Bild des Lebens – seiner Schönheit, seiner Verletzlichkeit und Verzweiflung, seines unberechenbaren und oft selbst zerstörerischen Muts -, dass es das Leben selbst ist und kaum ein bloßer Sport…“ Klingt schwülstig, steckt aber sehr viel Wahrheit drin.
Haben Sie ein Vorbild?
Es gibt einige Kollegen, denen ich gerne zuhöre oder gerne zugehört habe. Da schaue ich schon mal Übertragungen, die mich nur und ausschließlich wegen der Kommentatorleistungen interessieren. Man kann aber auch von den erfahrenen Kollegen wie Ernst Huberty oder Hans-Joachim Rauschenbach nur durch zuhören schon sehr viel lernen. Aber ein spezielles Vorbild, also eine Einzelperson der ich nacheifere, habe ich nicht.
Premiere Kommentator Jacques Schulz hat einmal gesagt: Wenn es mit der Profikarriere nicht klappt, dann sollte man einen naheliegenden Beruf wählen. Er fährt nun keine Formel 1 Rennen, sondern er kommentiert sie. War es bei Ihnen ähnlich?
Ich hätte auch nichts dagegen gehabt, Box-Weltmeister zu werden. Aber daraus habe ich nicht abgeleitet, Kommentator werden zu wollen. Ich habe über Boxen für verschiedenen Tageszeitungen und den „Kicker“ geschrieben, um mir die Fahrtkosten einigermaßen wieder reinzuholen. Dann sprach mich ein Kollege von Premiere an, und fragte, ob ich mal einen Kampf zur Probe kommentieren wolle. So fing das 1996 an…
Wie bereiten Sie sich auf einen Boxkampf, zum Beispiel von Vitali Klitschko vor? Wie muss man sich den Tag von Tobias Drews dann vorstellen? Wie ist Ihr Tagesablauf?
Am Tag des Kampfes selbst ist die meiste Arbeit schon getan. Dann schaut man noch mal seine Aufzeichnungen durch, geht zur Probe und freut sich auf den Abend. Nachmittags dann das saubere Hemd anziehen und ab in die Halle. Dann viel Kaffee, in der Hoffnung auf den einen oder anderen Geistesblitz. Und irgendwann geht es dann los. Die Vorbereitung an sich dauert länger. Ich besorge mir Videoaufzeichnungen der Kämpfe, überlege mir: wie würde ich als Trainer meinen Sportler auf diesen Kampf vorbereiten? Dann ein langer Blick auf den Kampfrekord, Gespräche mit den Boxern und Trainern… Es ist wie in der Schule mit den Spickzetteln. Es ist wichtig, dort viel drauf zu schreiben. Am Ende braucht man sie nur selten. Oder wundert sich, wie wenig man wieder untergebracht hat.
Welche Fähigkeiten sollte ein Boxkommentator haben?
Die, die auch ansonsten einen guten Kommentator auszeichnen. Fachwissen; Regelkenntnisse: Neugier, eine Stimme, der man einige Zeit zuhören kann.
Was macht einen guten Boxkampf aus?
Eine „Story“ im Vorfeld. Gerne also „Techniker gegen Ko-Schläger“. Dann gutes Tempo und zwei Boxer, bei denen der Wille zum Sieg erkennbar ist. Wenn die dann nicht nur eine Strategie haben, sondern auch noch einen Plan B wird’s mit Sicherheit ein toller Kampf.
Welches Ereignis würden Sie als Ihren Karrierehöhepunkt bezeichnen? Oder kommt dieser noch?
Es gab schon so viele Höhepunkte bisher… Trotzdem bin ich mir sicher, dass da auch noch einige weitere folgen werden. Ein paar Jahre möchte ich ja schon noch kommentieren. Bisherige Höhepunkte waren sicher die Kämpfe von Oscar de la Hoya gegen Felix Trinidad, Lennox Lewis gegen Mike Tyson, dazu noch Prince Naseem Hamed und nun Wladimir und Vitali Klitschko. Manchmal wird sogar ein Kampf ein Highlight, von dem man es gar nicht erwartet hatte.
Die RTL Zuschauer bemängeln seit einiger Zeit, dass es in den Ringpausen immer eine Werbeunterbrechung gibt. Können Sie diese verstehen, auch wenn der Sender gerade bei diesen Kämpfen viel Geld verdient?
Diese Diskussion ist ja schon so alt wie das Privatfernsehen selber. Andere Sender kassieren die monatlichen Zwangsgebühren, RTL muss sich eben anders finanzieren. Wichtig ist aber: Der Zuschauer verpasst so gut wie nichts, bekommt Zeitlupen und ich fasse die wichtigsten Sätze aus der Ecke zusammen. Und bei allem Respekt: Wenn andere Sender die Traineraussagen dolmetschen lassen und auch jedes „Hier noch ein Schluck Wasser“, „Jetzt ausspucken“, „Warte, ich wische dir noch die Nase ab“, dann ist das in der Regel verzichtbar. Dann ist die Werbung vielleicht sogar das kleinere Übel.
Seit einigen Wochen kommentieren Sie neben dem Boxen bei RTL auch die UFC im DSF. Erklären Sie unseren Lesern einmal, was genau die Ultimate Fighting Championship ist und was die Zuschauer hier erwarten dürfen?
Mixed Martial Arts ist die Mischform verschiedener Kampfsporten, also Elemente aus Boxen, Ringen, Judo, Jiu Jitsu, Karate, Kickboxen und Muay-Thai. Sozusagen der Zehnkampf des Kampfsports. Und die UFC ist deren professionellster Verband. Sehr interessante Kämpfe, ganz anders als Boxen.
Was mögen Sie lieber? Das Boxen oder eher Mixed Martial Arts?
Boxen, ganz klar und mit Riesenvorsprung. Wenn das jeweils Frauen wären, ist das Boxen die Liebe meines Lebens und MMA eine flüchtige Bekannte, mit der man im Moment ganz gerne etwas Zeit verbringt, ohne zu wissen, ob mehr daraus wird.
Gibt es Unterschiede beim kommentieren und der Vorbereitung?
Grundsätzlich ist die Vorbereitung des Kommentierens ja handwerklich sehr ähnlich. Die journalistische Recherche ist bei den Mixed Martial Arts noch etwas schwerer, weil man viele Quellen hat, denen man nicht unbedingt vertrauen kann. Ansonsten: Rein in das MMA-Training, um einige der Techniken selbst auszuprobieren und somit auch besser für andere beschreiben zu können.
Ich persönlich bin ein großer Fan vom Wrestling. Wie sieht es da bei Ihnen aus? In den USA hat das Wrestling eine große und lange Tradition. Auch in Deutschland gibt es viele Fans, die sich wöchentlich diesen Shows widmen. In knapp 2 Wochen geht in Houston, Texas mit Wrestlemania 25 das Highlight des Jahres über die Bühne. Sind diese Veranstaltungen auch für Sie interessant oder ist Ihnen das zu realitätsfern?
Wrestling hat mich noch nie interessiert und ich kann auch komplett ausschließen, dass sich das ändert.
Ich bedanke mich ganz herzlich für dieses Interview und wünsche Ihnen Alles Gute für die Zukunft.
Interview von Florian Hellmuth
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Jan Henkel

Hallo Herr Henkel, erst mal vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für Planet
of Sports nehmen
Das mache ich sehr gerne.
Am Freitag geht es endlich wieder los. Die Bundesliga startet in die
Rückrunde. Freuen Sie sich drauf?
Die Freude ist riesig. Nach einer so langen Winterpause wird es Zeit, dass der
Ball endlich wieder rollt. Für mich geht es schon am Mittwoch im Pokal los mit
dem Spiel BvB gegen Werder. Es gibt glaube ich keinen schöneren Auftakt in ein
neues Fußball(Kalender)jahr als aus einem mit 80.000 Fans vollbesetzten Stadion
zu moderieren.
Glauben Sie, dass Hoffenheim nach dem Ausfall von Topstürmer Ibisevic noch
Chancen auf die Sensation hat und am Ende sogar Meister wird? Oder sind die
Bayern zu stark?
Ich denke, daß die Hoffenheimer auch mit Ibisevic nicht Meister geworden
wären. Sie spielen einen tollen Fußball, begeistern die Zuschauer, aber jede
Mannschaft bekommt im Laufe der Saison einen kleinen Hänger – Hoffenheim hatte
diesen noch nicht. Außerdem werden sich die Gegner in der Rückrunde den
Hoffenheimern gegenüber anders verhalten: es kommt nicht mehr der
Überraschungsaufsteiger, sondern der „Herbstmeister“ oder besser der
Tabellenerste zur Winterpause.
Vor Ihrer Tätigkeit beim Fernsehen waren Sie beim Fechten sportlich aktiv
und fuhren sogar zu den Weltmeisterschaften nach Moskau. Wie kamen Sie zu dem
Sport und was hat Ihnen daran am meisten Spaß gemacht?
Fechten ist für mich der schönste Sport. Er ist körperlich extrem anstrengend
und geistig sehr anspruchsvoll. Im Kopf spielst du während eines Gefechtes
Schach im Formel1 Tempo und das mit der körperlichen Belastung eines Boxers im
Ring. Für mich war das Fechten eine Lebensschule. Als ich fünf Jahre alt und der
Kleinste und Schmächtigste in meiner Schulklasse war, entschieden meine Eltern
mich beim Judo anzumelden. Das gefiel mir gar nicht, da ich in diesem Alter
immer mit den Mädchen kämpfen musste (die Jungs waren mir körperlich alle
überlegen) – das ging mit fünf Jahren einfach nicht. Mein Glück war, dass in der
Nebenhalle das Fechttraining stattfand und so ging ich zu meinen Eltern und
sagte: „Ich will fechten!“ So bin ich zu dieser Sportart gekommen.
Seit 1996 arbeiten Sie für das Fernsehen. Vorher waren Sie eher schriftlich
bei einigen Zeitungen tätig. Welchen Reiz hatte das Fernsehen für Sie?
Schon als kleiner Junge und als aktiver Sportler habe ich mir jede
Sportsendung im Fernsehen angesehen. Einfach alles – egal welche Sportart. So
kam dann fast zwangsläufig der Wunsch in mir auf: „Sport ist mein Leben und
irgendwann möchte ich auch im Fernsehen über Sport berichten.“
War es schwer auf einmal im Mittelpunkt zu stehen? Als Redakteur steht man
ja nicht unbedingt im Rampenlicht, aber als Moderator sehen einem viele Leute
zu.
Ganz ehrlich. Ich nehme das gar nicht so wahr, weil ich unsere Redaktion
immer als Team, als eine Mannschaft sehe und da bin ich eben ein Teil davon.
Ich habe einfach einen riesigen Spaß an meiner Arbeit und sehe eher die
Sportler über die wir berichten im Mittelpunkt und nicht mich als Moderator.
Machen wir uns doch nichts vor: der Zuschauer schaltet ein, um das
Fußballspiel zu sehen und nicht Jan Henkel. Wenn er sich freut, dass ich ihn
an diesem Abend aus dem Fernseher begrüße ist schon viel erreicht.
Heute moderieren Sie viele Formate bei Premiere. Bundesliga, DFB Pokal und
die Champions League. Was macht Ihnen am meisten Spaß?
Ganz klar die Champions League und das aus einem der großen Stadien in Europa.
Was gibt es Schöneres als „Guten Abend aus Nou Camp oder von der Anfield Road“
zu sagen…
Neben Ihrer Tätigkeit als Moderator sind Sie auch als Fieldreporter auf
Stimmenfang. Wie kamen Sie dazu? Wie geht man damit um oder wie agiert man,
wenn jemand nicht sehr gesprächig ist oder etwas patzig rüber kommt. Gerade
nach verlorenen Spielen sieht man das öfters.
Grundsätzlich: stelle nie eine Frage, die du nicht selber beantworten
möchtest und versetze dich in die Situation des Interviewten, der gerade aus
90 Minuten körperlicher und physischer Belastung kommt und sich meistens
noch in dem berühmten „Tunnel“ befindet. Mit diesen Grundsätzen läuft es
ganz gut.
Besonders aufregend sind Interviews mit Hans Mayer. Wie sehen Sie diese
Interviews? Auch so lässig, wie die Zuschauer vor dem TV?
Ich weiß nicht ob der Zuschauer diese Interviews „so lässig“ findet. Zuletzt
im Dezember 2008 hatte ich mit Hans Meyer und Jürgen Klopp ein sehr nettes und
unterhaltsames Trainergespräch vor dem BL-Spiel BVB-Gladbach. Bei Hans Meyer ist
im Interview alles möglich und das macht es zu einer Herausforderung für uns
Moderatoren.
Welche Eigenschaften sollte ein guter Moderator haben?
Das entscheidet letztlich der Sportchef und das Publikum ;-)
Wie muss sich der Zuschauer einen Sendetag von Jan Henkel vorstellen?
Möglichst ausschlafen. Ist der Geist wach, ist die halbe Miete schon
eingefahren. Anreise zum Produktionsort. Ablaufbesprechung mit allen
Beteiligten. Durchlaufprobe im Studio oder Stadion. Maske. Vorgespräche mit
Trainern, Managern, Spielern und Pressesprechern. Herzklopfen bei der Ansage
auf meinem Ohr: „noch 10 Sekunden,.., 5,4,3,2 und sprechen“; dann das
Rotlicht und die Freude, dass es endlich losgeht.
Wie lange bereiten Sie sich auf die Übertragung vor?
Zwischen drei Tagen und einer Woche. Je nach Länge der Sendung und Anzahl
der Spiele.
Mit welchen Kollegen in der Premiere Redaktion verstehen Sie sich am besten?
Darauf wollen Sie doch nicht wirklich eine Antwort. ;-)
Ihr Kollege Patrick Wasserziehr, der meistens genauso wie Sie als Moderator
vor der Kamera steht, kommentiert ab und zu einige Bundesligaspiele selbst.
Ist es nicht auch etwas für Sie? Oder liegt Ihnen das nicht so im Blut?
Das ist ganz einfach. Ich denke ein besserer Moderator als Kommentator zu sein
und somit lasse ich es direkt mit dem Kommentieren – das können andere besser.
Erklären Sie und Ihren Bezug auf das Land Italien? Sie sprechen fließend
italienisch, dass gerade bei den Champions League Partien sehr hilfreich ist.
Meine Frau ist Italienerin und wir sprechen zu Hause nur Italienisch…
Richtig klasse finde ich einen Satz oder besser ein Motto, dass ich auf
Ihrer Homepage entdeckt habe. Dieses kommt von Ihrem Vater und besagt:
„Habe Respekt vor jeder Person. Es gibt keine besseren oder schlechteren Menschen.
Wir sind alle nackt, klein und verschrumpelt auf die Welt gekommen.“
Dieses Motto sagt wirklich alles und daran sollten sich viele Menschen
heutzutage ein Beispiel nehmen.
Ich denke so ein Satz ist gerade in der Medienwelt ganz gut aufgehoben.
Möchten Sie noch etwas an unsere Leser weitergeben?
Vielen Dank für das Lesen dieses Interviews und liebe Grüße von Jan Henkel
Das war es eigentlich auch schon mit meinen Fragen. Ich bedanke mich ganz
herzlich für dieses wunderbare Interview und wünsche Ihnen noch viel Spaß und
viel Glück für die Zukunft.
PS: Hier ein Link und ein bisschen Werbung für Jan Henkel: http://www.casahenkel.com/
Interview von Florian Hellmuth
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Andrea Kaiser

Wie schnell die Welt doch ist.;)
Andrea Kaiser ist zurück in Deutschland und hat sich wie versprochen die Zeit für ein Interview mit Planet of Sports genommen.
Diesmal war es wirklich sehr nett und lustig.
Das Interview
Hallo Andrea, erst einmal vielen Dank, dass du dir die Zeit für Planet of Sports nimmst.
Ist doch logisch….
In Deutschland bricht so langsam der Sommer aus und du flüchtest nach Katar. Aber das natürlich nicht ohne Grund. Du warst am letzten Wochenende für das DSF bei der Moto GP im Einsatz. Verfolgst du diese Rennklasse schon länger oder ist das Neuland für dich?
Ich hab die Moto GP schon immer als Fan verfolgt, aber dann vor Ort zu sein und mit dem Pass wirklich ÜBERALL hinzukommen, in jede Box und auch auf den Grid… das ist schon was besonderes. Wer nach so einem Rennwochenende nicht Feuer für diese Sportart fängt, der tut mir fast schon leid. Aber von wegen Flucht nach Qatar in die Wüste… das GP Rennen musste wegen Regen auf Montag verschoben worden.
Erzähl uns mal, was du in Katar erlebt hast. Wie war der Tagesablauf und was hast du dort sonst noch gemacht? Gab es auch Zeit, sich ein bisschen umzuschauen?
Wir sind Mittwochabend angekommen, dann gab es gleich mal eine Teambesprechung und dann ab ins Bett, denn die Tage danach waren extrem anstrengend.
Am Donnerstag früh ging es gleich mit Stefan Bradl und einem Kamera Team in die Wüste… da habe wir eine Quad Tour gemacht…. das war super. Und Stefan fährt auch in der Wüste wie ein Wilder….. Zwei Stürze inklusive… ^^ Dann ging es zur Strecke, es wurden ein paar Interviews gemacht und ein Fototermin und abends dann wieder eine Teambesprechung. Und von Freitag bis Sonntag war ich eigentlich 12 Stunden am Tag an der Strecke…. ständig in der Boxengasse und Interviews gemacht, die Rennen beobachtet und einfach Spaß gehabt.
Nur die Füße haben nach so einem Tag schon enorm weh getan…. Mein Kollege Wolfgang Rother ist am Samstag noch zum shoppen gegangen… aber ich als Frau war einfach zu kaputt.^^
Wie bereitest du dich auf die jeweiligen Rennen vor und wie viel Zeit benötigst du zur Vorbereitung?
Eigentlich ist nach dem Rennen schon wieder vor dem Rennen. Aber am meisten lernt und erfährt man an der Strecke selbst
Hast du einen Lieblingsfahrer bei der Moto GP? Mein Lieblingsfahrer ist The Doctor„ Valentino Rossi.
Valentino Rossi, ich hab ihn in Qatar kennen gelernt, ist ein lustiger Kerl, sehr nett und wirklich immer gut gelaunt UND ein Italiener wie er im Buche steht. Auf jeden Fall der beste Fahrer.
Aber ich persönlich steh natürlich ganz hinter unseren deutschen Fahrern: Sandro Cortese und Stefan Bradl, die ich einfach auch privat sehr schätze und ihnen die Daumen drück…. bei Sandro hat das ja auch schon gut geklappt. Beim ersten Rennen war er gleich auf dem Podest
Es gibt Fragen, die einfach kommen müssen. Hast du als Frau leichteres Spiel bei der Wahl des Interviewpartners? Kommen die Fahrer zum Beispiel eher zu dir, als zu männlichen Kollegen? Gerade in den USA gibt es vermehrt sehr attraktive Frauen, die eben diese Interviews führen.
Das muss ich zugeben: klar ist das so…… wenn eine blonde Frau durch’s Fahrerlager läuft wird die wesentlich netter begrüßt als ein Mann.^^ Wieso auch nicht. Und dass dann auch ein Interview, wie zum Beispiel mit dem „Doctore“ leichter zustande kommt, ist doch klar.
Zum Abschluss des Themas Moto GP würde ich gerne wissen, ob das DSF bei allen Rennen Live vor Ort sein wird? Premiere spart zurzeit bei Ihren Übertragungen und ist nur mit einer sogenannten Notcrew vor Ort.
Wir sind bei allen Rennen live vor Ort- die Moto GP ist für uns sehr wichtig und eine große Leidenschaft.
Was reizt dich generell am Motorsport? Wie ich gelesen habe besitzt du sogar eine Rennlizenz. Nutzt du diese auch?
Ich nutze sie leider nicht wirklich. Momentan fahr ich nur immer wieder das ein oder andere Kartrennen. Ich mochte schon als Kind den Geruch von Benzin und konnte im Auto am besten einschlafen….. und dann hab ich mich in die F1 verliebt – schnelle Motoren und die Atmosphäre ist einfach unglaublich toll
Neben der Moto GP moderierst du für das DSF die Sendung DSF Aktuell. Was macht dir dort am meisten Spaß?
DSF aktuell ist eine super Sportsendung. Alle Sportnews kompakt zusammengefasst und vor allem mit viel Leidenschaft…. jeder der an dieser Sendung mit arbeitet, liebt Sport und seinen Job- wir sind beim DSF echt ein tolles Team- sowas findet man selten.
Ist es stressig so oft vor der Kamera zu stehen?
Da durch, dass es mir soviel Spaß macht, ist es für mich kein Stress….. in der Winterpause hatte ich fast Entzug.
Gibt es beim moderieren einen Unterschied, ob man Live drauf ist, oder eben „nur“„ aufzeichnet? Ist man bei einer Live Sendung aufgeregter?
Live ist immer spannender und man ist konzentrierter….. Bei einer Aufzeichnung muss man länger warten….. Aber im Grunde hat beides seinen Reiz- auch wenn es nichts Schöneres gibt als LIVE on Air zu sein… auch wenn da dann mal was schief geht.^^
Mit welchen Kollegen vom DSF verstehst du dich am besten? Persönlich denke ich, dass es beim DSF ein bisschen lockerer und vom Team her einfacher ist, als bei anderen Sendern. Gerade beim Sport fehlt bei vielen Sendern die Wärme und die Emotionen, die der Sport einfach braucht und auch ausmacht. Das DSF wirkt einfach freundlicher und nicht so trocken. Ich denke, dass kommt ganz gut an.
Da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen. Wir sind ein super Team – für mich ist es fast wie eine Familie…. Und wirklich JEDER, der beim DSF arbeitet brennt für seinen Job und liebt den Sport. Und für mich als Frau ist es in einer Männerredaktion einfach toll…. wir haben viel Spaß und kein gezicke.^^ Ich versteh mich mit allen Kollegen sehr gut… vor und hinter der Kamera. Jörg Dahlmann und Klaus Gronewald sind aber schon meine besonderen Lieblinge, weil ich mit beiden auch am häufigsten zu tun habe
Stehst du neben dem DSF noch für andere Sender vor der Kamera? Oder verfolgst du noch andere Projekte?
Ich dreh immer mal wieder was für andere Sender, derzeit auch für Tabaluga TV im ZDF.
Spielst du Privat auch manchmal noch Fußball, oder redest du nur noch drüber? In einem Interview mit der Bild habe ich gelesen, dass du früher immer ins Tor musstest.^^
Ja als Kind… ich spiele nicht, das überlass ich denen, die es können :-) Ich schau liebend gern die Spiele an und rede drüber.^^
Du bist ein großer Fan von Bryan Adams. Was magst du an seiner Musik und was gibt sie dir? Du scheinst ja richtig verrückt nach ihm und seiner Musik zu sein. Wie ich gelesen habe, würdest du gerne mal ein Tag seine Gitarre sein.
Du hast aber gut recheriert :-))) Bryan Adams macht ehrliche Musik, man muss ihn live sehen….. er lebt was er tut und das spürt man. Ich hab ihn letztes Jahr auch ein paar mal persönlich getroffen- er ist ja großer Fussballfan und wir hatten witzige Gespräche.
Toller Musiker…. Ich mag aber auch Metallica, Hinder,, Nickelback oder ACDC.
Möchtest du noch etwas an unsere Leser weitergeben?
Ich würde mich freuen, wenn wir uns beim DSF sehen und wenn der Zuschauer genauso viel Spaß an den Sendungen hat, wie wir, die sie machen
Bei der Vorbereitung auf dieses Interview habe ich mich wie immer lange durch das Internet gelesen. Aber ich muss gestehen, dass mir die Vorbereitung auf dieses Interview am meisten Spaß gemacht hat. Es gab wirklich viele Dinge zu lesen und zu erfahren. Einige waren lustig, andere waren auch ein bisschen verrückt. Aber eines ist ganz klar zum Vorschein gekommen. Du liebst den Sport und du liebst was du tust. Das gibt es nicht oft und darauf kannst du stolz sein. Ich bedanke mich ganz herzlich für dieses Interview. Ich wünsche dir alles Gute für deine weitere Laufbahn.
Wow, danke dir :-))))) Da werd ich glatt rot :-)))) Tausend Dank…. ich liebe wirklich was ich tue :-)))) Hoffentlich bis bald.
Interview von Florian Hellmuth
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Wolff Fuss
Hey@all,
es ist vollbracht. Ich habe das Interview mit Wolff Fuss an diesem Nachmittag geführt.
Diesmal gibt es sogar den entsprechenden Ton dazu.
Dies war mein erstes Telefoninterview, das ich führen durfte, also wundert euch nicht, wenn ich ein bisschen aufgeregt wirke ^^
Ein großer Dank geht selbstverständlich an Wolff Fuss, der sich die Zeit für uns genommen hat.
Ich wünsche euch nun viel Spaß beim Interview, ich hoffe es gefällt euch.
Downlaod gibt es über Uploaded.to. Ihr müsst nur kurz warten und dann auf Download klicken.
Geschrieben von Florian Hellmuth
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Hansi Küpper

Hey@all,
nach dem sehr erfolgreichen Audiointerview mit Wolff Fuss, folgt nun das Zweite.
Diesmal mit seinem Premiere und Pro Evolution Soccer Kollegen Hansi Küpper.
In gut 10 Minuten spricht er über:
- Über die letzten aufregenden Jahre ( Premiere, Arena, Schlag den Raab & mehr )
- Seine Vorbereitung zu einem Champions League Einzelspiel im Ausland
- Was macht für Ihn ein gutes Fußballspiel aus?
- Außerdem sein Meistertipp.
Downlaod gibt es über Uploaded.to. Ihr müsst nur kurz warten und dann auf Download klicken.
oder
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Ich wünsche euch viel Spaß mit Hansi Küpper
Geschrieben von Florian Hellmuth
Bildquelle: Premiere


